Wiedereinstieg: Die Auswahl passender Arbeitgeber

29. März 2006, 14:56
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Familienfreundliche Unternehmen und wie sie sich identifizieren lassen

Ein wichtiger Faktor beim Wiedereinstieg in das persönliche Lebensmodell: Untersuchungen zufolge wollen mehr als 80 Prozent der Frauen nach der Babypause Teilzeit arbeiten, aber häufig sind Arbeitszeit und Kinderbetreuung nur schwer vereinbar.

Liste vorbildhafter Unternehmen

Wiedereinsteigerinnen sollten daher ihre Bewerbungsstrategie vor allem auf Unternehmen konzentrieren, die sich bereits durch kinder-beziehungsweise familienfreundliche Regelungen einen Namen gemacht haben. Die aktuelle Liste der vorbildlich familienfreundlichen Unternehmen ist im Bundesministerium für Soziales erhältlich.

Soziale Kompetenzen betonen und die richtigen Unternehmen auswählen - das sind die wichtigsten Erfolgsfaktoren für Wiedereinsteigerinnen bei der Bewerbung nach der Kinderpause. Sie sollten nach der Karenzzeit bei der Auswahl von Unternehmen, bei denen sie sich bewerben wollen, vor allem auf folgende Kennzahlen des Unternehmens achten:

  • Wie hoch ist der Anteil von Frauen im Management?
  • Gibt es Weiterbildung während der Arbeitszeit?
  • Gibt es Gleitzeit oder individuelle Arbeitszeitregelungen?
  • Gibt es die Möglichkeit eines Wechsels von Vollzeit auf Teilzeit beziehungsweise von Teilzeit auf Vollzeit?
  • Wie hoch ist der Anteil von Teleworking-Jobs?
  • Wie hoch ist die Quote der Wiedereinsteigerinnen und wie lange bleiben diese weiter im Betrieb?
  • Wird der Kontakt zum Unternehmen während der Karenzzeit möglich gemacht?
  • Gibt es Einschulungen und Weiterbildungsmaßnahmen während der Karenzzeit?
  • Gibt es einen Betriebskindergarten oder eine andere Form der Kinderbetreuung durch das Unternehmen?
  • Gibt es eine erweiterte Pflegefreistellung?
  • Gibt es eine Ansprechperson für Frauen- und Familienfragen im Unternehmen?
  • Sind Frauen und Familien Thema der Unternehmensphilosophie?
  • Gibt es eine Gleichbehandlung der Mitarbeiterinnen auch in Bezug auf die Entlohnung?

(DER STANDARD Printausgabe, 21.1.2004, zug)

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