SPÖ-Gallier besuchen Fischer

26. Jänner 2004, 17:09
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Harmonie nach verfrühter Präsentation

Wien/Wulkaprodersdorf - Ganz Österreich wartete auf die bevorstehenden Kandidatenkür des SPÖ-Präsidentschaftskandidaten. Ganz Österreich? Nein! Ein von unbeugsamen Burgenländern bevölkertes Dorf hörte nicht auf, den SPÖ-Plänen Widerstand zu leisten - und verkündete als erste und einzige Ortsgruppe bereits im Dezember den Präsidentschaftskandidaten: Heinz Fischer.

Der, mittlerweile auch offiziell Kandidat, lud die Wulkaprodersdorfer am Dienstag zu sich ins Parlament. Die burgenländischen Parteikollegen hatten bereits im Dezember einen Kalender unter das Wahlvolk gebracht, in dem am 25. April ein Kreuzchen für Fischer prangt. Fischer begrüßte den Vorstoß am Dienstag als den "volksnähesten und spontansten Start" in den Wahlkampf, er habe sich "nicht geschreckt" als er vom verfrühten Auftakt gehört habe. Betont heiter war die Geschenkübergabe, bei der Fischer das Originalbild des Kalenderblattes überreicht wurde.

Aber auch die Abordnung aus Wulkapodersdorf ging nicht mit leeren Händen nach Hause. Fischer überreichte ihnen ein Aquarell, auf dem das Parlament zu sehen ist: "Von der Hofburg hab ich ja noch keines." Für den Wahltermin im April prophezeit der laut Eigendefinition "bescheidene Optimist", man werde sich "sehr, sehr freuen". Die burgenländischen Gallier wollten da an Zuversicht um nichts nachstehen und überreichten dem Noch-Nicht-Präsidenten eine Flasche Wein. Ablaufdatum ist der 25. April, ein Tag an dem man auf ein feierliche Gelage hofft. (kmo/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.1.2004)

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