Rückenwind durch Regeländerung

27. Jänner 2004, 21:19
posten

Neue FIFA-Bestimmungen bezüglich Spielberechtigung erleichtern afrikanischen Kickern nun das Antreten für ihr Herkunftsland

Wien - Der bei ihrem Kongress vergangenen Oktober gefasste Beschluss der FIFA, ihre Bestimmungen bezüglich Spielberechtigungen zu lockern, erweist sich im Vorfeld des Afrika-Cup als positiver Schub für den Fußball des Kontinents. Der Weltverband erlaubt seit dem ersten Jänner Spielern mit Doppelstaatsbürgerschaft, die bis maximal U21-Niveau für ein Land international tätig waren, ihre Entscheidung zu revidieren, und für das andere anzutreten.

In einer Übergangsphase bis Oktober gilt nicht einmal ein Alterslimit, danach gibt es die Option der Wahl nur noch für Spieler die noch nicht ihr 21. Lebensjahr erreicht haben. Die Neuregelung könnte den Verlust an Talent, unter dem die Afrikaner seit Jahrzehnten leiden, eindämmen. Viele Spieler, die bereits in jungen Jahren nach Europa transferiert wurden, und in ihren Gastländern Teamniveau erreichten, waren für die Herkunftsländer nicht mehr spielberechtigt.

Bereits sieben Spieler aus französischen Nachwuchsteams haben bisher dafür optiert, beim Afrika-Cup für afrikanische Mannschaften anzutreten. Der bisher jüngste Fall betrifft Stürmer Kaba Diawara, früher unter anderem für Paris St.Germain, Bordeaux und Arsenal tätig. Der 27-Jährige, derzeit in Katar aktiv, steht nun im Kader von Guinea.

Für Frederic Kanoute und Mohamed Lamine Sissoko (Mali), Lamine Sakho (Senegal) und Samir Beloufa, Abdelnasser Ouadah sowie Antar Yahia (Algerien) liegen die Spielberechtigungen der FIFA bereits vor. Weitere Anträge sind zu erwarten. (rob/Reuters)

  • Bild nicht mehr verfügbar

    Kaba Diawara

Share if you care.