Kongress der Gesellschaft für Autogenes Training und Allgemeine Psychotherapie

23. Jänner 2004, 21:45
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Wien - Menschen mit psychischen Erkrankungen kann nicht immer durch nur eine einzige Intervention geholfen werden. Meist können weder der Arzt, der Psychotherapeut, noch der Sozialarbeiter alleine eine wirklich effiziente Unterstützung bieten. Die Komplexität mancher Erkrankungen und deren Lebensumstände erfordern berufsgruppenübergreifende Behandlungskonzepte. Aus diesem Grund widmet sich der diesjährige Kongress der Österreichischen Gesellschaft für Autogenes Training und Allgemeine Psychotherapie (ÖGATAP) dem Thema der Kooperation dieser Sparte.

Die Veranstaltung wird vom 23. bis 25. Jänner im Wiener AKH stattfinden. Bisher haben sich 160 Experten aus Österreich, Deutschland und der Schweiz angemeldet, wurde bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt gegeben. Es wurden etwa 20 Teams aus diesen Ländern eingeladen, um in Kurzvorträgen ihre Erfahrungen kundzutun, sagte Kongressleiter und Psychotherapeut, Dr. Josef Bittner. "Früher sagte man, viele Köche verderben den Brei", meinte Bittner. Heute sehe man eine Ergänzung der verschiedenen therapeutischen Schulen sinnvoll.

Neben dem Erfahrungsaustausch soll auch eine Plattform bzw. eine Vernetzung der einzelnen Experten entstehen. Man brauche einen Plan, der einem sagt, wohin man sich wenden kann, wenn man Hilfe benötigt, sagte Bittner. Zudem wolle man mehr Kenntnis darüber bekommen, wie das Angebot bei den Klienten ankomme, erklärte der Kongressleiter.

Als zwei Modellbeispiele der kooperativen Psychotherapie nannte der Experte das Institut für Erziehungshilfe sowie das Kriseninterventionszentrum in Wien. Dort arbeiten Ärzte, Psychiater, Psychologen sowie Sozialarbeiter zusammen.(APA)

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