Greenpeace: Fischer bringen Delfine an den Rand des Aussterbens

23. Jänner 2004, 14:55
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Mehr als 10.000 Delfine und Kleinwale verendeten jährlich in europäischen Gewässern als Beifang in den Fischernetzen

Die Schleppnetzfischerei bringt die Delfine nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace im Nordostatlantik an den Rand des Aussterbens. Mehr als 10.000 Delfine und Kleinwale verendeten jährlich in europäischen Gewässern als Beifang in den Fischernetzen, betonte die Organisation am Dienstag.

Besonders betroffen seien der Gemeine Delfin

Besonders betroffen seien der Gemeine Delfin (Delphinus delphis) und der Schweinswal (Phocoena phocoena). Vom Gemeinen Delfin würden pro Jahr bis zu fünf Prozent der Bestände ausgerottet, heißt es in einem Bericht, den die Gesellschaft zum Schutz von Walen und Delfinen (WDCS) für Greenpeace erstellt hatte. Nach Ansicht von Wissenschaftern könne bereits der Verlust von einem Prozent im Jahr das Überleben einer Art gefährden.

Defline und Kleinwale als Beifang

Fischer, die Seebarsche, Makrelen oder Tunfische fangen, arbeiten nach diesen Angaben mit Schleppnetzen, die zuweilen größer als zwei Fußballplätze seien. Weltweit verendeten pro Jahr etwa 300.000 Wale und Delfine als Beifang in den Netzen. Nach Schätzungen würden 23 Prozent aller Fänge leblos ins Meer zurückgeworfen. Greenpeace forderte, den Beifang intensiver zu bekämpfen und Meeresschutzgebiete einzurichten. (APA/dpa)

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