Neuschnee sorgte für Verkehrsprobleme

21. Jänner 2004, 09:19
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Spiegelglatte Fahrbahnen, hängen gebliebene Fahrzeuge, Kettenpflicht und Staus

Der Neuschnee in weiten Teilen Österreichs hat unserem Land am Dienstag einige Verkehrsprobleme, aber auch eine erheblich gestiegene Lawinengefahr beschert. Ein Tief über Polen und dem Baltikum wird zudem laut Hoher Warte in den nächsten Tagen für Kälte und entsprechende winterliche Bedingungen sorgen.

Spiegelglatte Fahrbahnen in Nordtirol waren für die Autofahrer eine Herausforderung. U.a. musste sogar die Seefelder Bundesstraße am Zirler Berg vorübergehend gesperrt werden. Auf der Fernpassbundesstraße gab es wegen hängen gebliebener Fahrzeuge in Richtung Nassereith mehrere Kilometer Stau. Kettenpflicht bestand etwa auf der Arlberg Passstraße zwischen St. Anton und der Passhöhe, der Lofererbundesstraße zwischen Wörgl und Söll sowie zahlreichen höher gelegenen Landesstraßen.

Verkehrschaos im Raum Lindau

Ein Verkehrschaos herrschte am Vormittag auf der deutschen A 96 kurz nach der Vorarlberger Grenze. Wegen Schneematsch waren zahlreiche Fahrzeuge hängen geblieben. Lkw-Lenker wurden aufgefordert, auf Parkplätzen in Vorarlberg oder im Raum Lindau eine Besserung der Situation abzuwarten.

Meist "nur" Sachschäden

In Oberösterreich blieben vor allem zahlreiche Lkw auf der Strecke. Mehrere Unfälle endeten meist glimpflich mit Sachschäden. Winterliche Fahrbedingungen und zumindest Lawinenwarnstufe 3 gab es im steirischen Oberland. Betroffenen waren die Gebiete rund ums Ennstal bis ins Mariazeller Land. In Teilen Niederösterreichs gab es Neuschneemengen bis zu zehn Zentimeter. Auf zahlreichen Bergstraßen bestand für Kfz über 3,5 Tonnen Kettenpflicht, so der ÖAMTC.

In Salzburg kam es am Vormittag vor allem auf der Tauernautobahn zwischen Werfen und Bischofshofen (Pongau) zu Behinderungen. Größere Zwischenfälle gab es aber nicht. Auf allen höher gelegenen Straße waren Schneeketten obligat. Durch den Neuschnee sollte die Gefährdung durch Lawinen im Verlauf des Dienstags weiter zunehmen, ebenso in Kärnten. (APA)

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