Iowa-Sieger erlitt oft noch Schiffbruch

26. Jänner 2004, 11:43
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Nur kleiner Etappensieg für Kerry - Clark rüstet mit republikanischem Wahlkampfstrategen auf

Washington - Nachdem Senator John Kerry vor wenigen Tagen für das Rennen um den Präsidentschaftskanditaten der Demoktraten noch als so gut wie abgeschrieben galt, so bedeutet der Vorwahlsieg in Iowa für ihn ein fast sensationelles Comeback. Gegen Howard Dean, der mit seiner harten Opposition gegen den Irakkrieg sowie den gesamten Kurs von Präsident George W. Bush Furore machte, schien der Senator chancenlos, gerade auch hinsichtlich der Tatsache, dass Kerry für die Kriegsresolution des Kongresses gestimmt.

Etappensieg

Der Sieger von Iowa weiß selbst nur zu genau, dass ihm jedoch nur ein kleiner Etappensieg gelungen ist, denn die Erfahrung lehrt, dass der Sieger von Iowa oft im weiteren Verlauf der Vorwahlen noch Schiffbruch erleidet.

Einer seiner stärksten Gegner, Wesley Clark, rüstet sich nun auch verstärkt gegen seinen neuen Widersacher. So steht der ehemalige NATO-Oberbefehlshaber in Verhandlungen mit einem Ex-Berater des Republikaners John McCain. Mit Hilfe des Wahlkampfstrategen John Weaver hatte McCain vor vier Jahren die Vorwahlen gegen Präsident George W. Bush im US-Staat New Hampshire gewonnen. Clark, der an den ersten Parteiversammlungen des Wahlkampfs in Iowa nicht teilgenommen hat, tritt hingegen dort zu den Vorwahlen an. (APA/red)

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    In letzten Umfragen hatten Kerry, Dean, Edwards und Gephardt nahezu Kopf an Kopf gelegen - umso überraschender daher das Wahlergebnis in Iowa.

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