"Max"-Relaunch

28. Jänner 2000, 14:35

Verändertes Erscheinungsbild und Multimediathemen sollen neue Zielgruppen erschließen

Mit kleinerem Format und neuer Optik unternimmt die Lifestyle-Zeitschrift Max aus dem Hamburger Verlag Milchstraße einen Neubeginn. Neun Jahre nach der Gründung des Blattes will sich das Magazin zur "Multimediamarke" wandeln. "Raus aus der Lifestyle-Ecke ist die Devise", sagte Chefredakteur Jan-Eric Peters. "Wir wollen ein Magazin machen, das alle Bereiche des Lebens abdeckt und so eng mit Internet und Fernsehen verknüpft ist wie kein anderes in Deutschland".

In Max ist jetzt neben Unterhaltung und Mode sowie Fotografie und Erotic Art vor allem der Bereich New Economy & Internet stark ausgebaut. "Junge Wirtschaft, Gründerboom und Aktien, das gehört heute einfach zum Lebensgefühl dazu", meinte Peters, dessen Zeitschrift als Zielgruppe die 25- bis 35-Jährigen hat. Die Politik bedient Max im neuen Heft unter anderem mit einer Geschichte über die Rosa Armee Fraktion und einer Fotoreportage von den Massakern auf Borneo. Kern des Multimedia-Prinzips ist, dass bei Max alle Printinhalte durch ausführliche Verweise und zusätzliche Angebote auf der Max-Homepage mit dem Internet verknüpft werden.

"Max", das im letzten Quartal 1999 insgesamt 238.000 Exemplare verkaufte, hat bei der Auflage im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um acht Prozent zugelegt. Die Zeitschrift soll durch die Neupositionierung auch im Anzeigenbereich wachsen. Nach dem Ausstieg von Gruner+Jahr bei Max, dessen Anteile der Verlag im letzten Jahr zurückkaufte, ist der Verlag Milchstraße für das Anzeigengeschäft zuständig. Langfristig strebt Peters ein 14-tägiges Erscheinen von Max an: "Das ist das Ziel, weil wir dann noch aktueller sein können". Allerdings sei dies im laufenden Jahr noch kein Thema. (pte)

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