Halbzeittreff der österreichischen Delegierten

30. Jänner 2004, 16:43
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Anliegen der heimischen TeilnehmerInnen auf der Agenda - "Wasser als Menschenrecht"

Bombay/Wien - Die österreichischen Teilnehmer am Weltsozialforum von Bombay haben am Sonntag an einem kurzfristig angesetzten Treffen ihre bisherigen Erfahrungen ausgetauscht und das Programm der verbleibenden Tage besprochen. Dies berichtet die Grüne Nationalratsabgeordnete Heidemarie Rest-Hinterseer in ihrem Internet-Tagebuch aus Bombay.

In den vergangenen Tagen wurden auch die Anliegen der österreichischen Teilnehmer thematisiert. Rest-Hinterseer hatte bereits vor dem Beginn des Sozialforums das Anliegen "Wasser als Menschenrecht" als eigenen Schwerpunkt bezeichnet.

Erfolg

Dabei konnte sie aus ihrer Sicht über einen Erfolg berichten: 60 Prozent der kritischen Anfragen an die EU-Kommission zu einer Ausweitung des Dienstleistungsabkommens der WTO (GATS, General Agreement on Trade in Services) stammten aus Österreich, schreibt Rest-Hinterseer.

Die Grüne Nationalratsabgeordnete stieß mit ihrer kritischen Haltung zur Frage der Wasser-Privatisierung erwartungsgemäß auf Unterstützung am Weltsozialforum. Die bekannte indische Umweltaktivistin Vandana Shiva glaubt offenbar schon gar nicht mehr, dass die Privatisierungs-Idee je Wirklichkeit wird: "Später werden wir sagen: Die Privatisierung von Wasser war einmal die dumme Idee von ein paar Reichen", zitiert Rest-Hinterseer die indische Imweltschützerin.

Zu den österreichischen Teilnehmenden am Weltsozialforum zählen heuer zwischen 25 und 30 Personen, darunter zehn Gewerkschaftsleute, mehrere Politikerinnen der Grünen, der SPÖ und der Jungen Sozialisten sowie Vertreterinnen und Vertreter von NGO und Hilfswerken.

Mehrere Gewerkschaftsvertreter kündigten im Vorfeld an, sich in Bombay für größere gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen engagieren. Prominente Globalisierungskritiker wie der Ökonomie-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz forderten am Montag verbindliche Verhaltensregeln für Unternehmen. (APA)

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