Afghanistan: US-Armee dementiert Tod von Zivilpersonen

22. Jänner 2004, 11:14
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Militärsprecher: Fünf bewaffnete Männer getötet

Kandahar - US-Militärsprecher Bryan Hilferty sagte am Dienstag in Kabul, amerikanische Truppen hätten bei einem Zwischenfall vor zwei Tagen fünf bewaffnete Männer getötet, die aus einem Terroristenunterschlupf geflüchtet seien. Es gebe jedoch keinerlei Hinweise, dass Zivilisten dabei umgekommen seien. Die Armee habe Hinweise auf ein Geheimtreffen von Taliban- Kämpfern an dem angegriffenen Ziel gehabt.

Berichte von US-Angriff

Afghanischen Angaben vom Montag zufolge, waren bei einem amerikanischen Luftangriff auf ein Wohnhaus im Süden Afghanistans elf Zivilpersonen getötet worden, darunter vier Kinder. Ein US-Kampfhubschrauber habe das Gebäude in der Ortschaft Saghatho in der Nacht zum Sonntag bombardiert, nachdem Soldaten die Gegend nach Taliban-Kämpfern abgesucht hätten, erklärte ein Behördensprecher der Provinz Urusgan am Montag.

Der Gouverneur von Urusgan, Jan Mohammed Chan, hatte bestätigt, dass bei dem Angriff vier Kinder sowie drei Frauen und vier Männer getötet worden seien. Soldaten hätten ihm zuvor erzählt, sie hätten in Saghatho Munitionslager entdeckt. Etwa zehn Verdächtige seien binnen zwei Tagen festgenommen worden. Während der Razzien seien einige Dorfbewohner vor Angst weggerannt, was bei den Truppen vermutlich Verdacht erregt habe. In dem Haus hätten sich jedoch nur Zivilpersonen aufgehalten.

Fünf Tote bei Minenexplosion

Im Bezirk Char Chino in der Provinz Urusgan in Afghanistan sind am Dienstagmorgen nach der Explosion einer Mine fünf Afghanen getötet worden, darunter zwei Soldaten. Nach Ansicht des Verwaltungschefs von Char Chino, Abdul Rahman, galt die Mine US-Soldaten. Vermutlich sei sie von Taliban-Kämpfern ausgelegt worden und kein Überbleibsel früherer Konflikte, sagte er der Nachrichtenagentur AP. (APA/AP/dpa)

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