Unerwartete Bacon-Schenkung für Tate Gallery

23. Jänner 2004, 12:41
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Freund stiftet Sammlung im Wert von 29 Millionen Euro: "Trennung von den Bildern fällt mir nicht leicht, aber ich liebe London"

London - Ein Freund des verstorbenen Malers Francis Bacon (1909-1992) hat der Tate Gallery in London 1.200 Skizzen des Künstlers mit einem geschätzten Wert von 29 Millionen Euro gestiftet. "Die Trennung von den Bildern fällt mir nicht leicht, aber ich liebe London", begründete der Gönner, Barry Joule, in der "Times" vom Montag seine großzügige Spende. "Francis ist gerne in die Tate Gallery gegangen, und er hat in London gemalt." Die Schenkung ist den Angaben zufolge eine der großzügigsten in der 107-jährigen Geschichte der Tate Gallery.

Joule habe Bacon beim Reparieren seiner Fernsehantenne kennengelernt

Joule hatte den in Irland geborenen Bacon kennen gelernt, als er dessen Fernsehantenne reparierte. Die beiden waren 14 Jahre lang eng befreundet, Joule arbeitete für Bacon als Chauffeur und Handwerker. Wenige Tage vor seinem Tod 1992 habe Bacon seinem Freund Joule die Werke mit den Worten anvertraut: "Du weißt, was du damit machst."

Experten erhoffen sich von der sehr umfangreichen und vielfältigen Sammlung einen Einblick in die Arbeitsweise des Autodidakten Bacon. Die meisten Werke sind bislang unveröffentlicht. Und sie werden so schnell auch nicht an die Öffentlichkeit gelangen: Mitarbeiter gehen davon aus, dass es drei Jahre dauern wird, alle Werke sorgfältig zu studieren. (APA/dpa)

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    Eine riesige Sammlung Skizzen von Francis Bacon (Foto) wurden der Tate Gallery geschenkt.

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