Ungarischer Telekommarkt - Rufnummernmitnahme im Festnetz möglich

27. Jänner 2004, 10:50
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Mehr Wettbewerb und billigere Telefonrechnungen erwartet - Elf Festnetzbetreiber betreuen zusammen 3,6 Mio. Festnetzanschlüsse

Was in Österreich bereits seit Frühjahr 2000 möglich ist, geht ab dieser Woche auch in Ungarn. Telefonkunden können ab Donnerstag bei einem Wechsel des Telekombetreibers ihre bisherige Festnetz-Telefonnummer mitnehmen, berichtet die ungarische Nachrichtenagentur MTI am Montag unter Berufung auf die Telekomregulierungsbehörde NHH am Montag. Die Rufnummernportabilität sei im neuen, seit Jahresbeginn gültigen Telekomgesetz vorgesehen.

Alle elf ungarischen Festnetzanbieter (BT Magyarorszag, Emitel, eTel, GTS-Datanet, Hungarocom, Hungarotel, Invitel, Matav, Monortel, Pantel and TvNetWork) müssten laut dem neuen Gesetz die Nummernportabilität nun anbieten. Es wird erwartet, dass die Nummernportabilität den Wettbewerb ankurbelt und Telefonrechnungen verbilligt.

Um den Betreiber zu wechseln, müssten Kunden lediglich ein Formblatt ausfüllen, der Wechsel werde von den Betreibern dann binnen 15 Tagen kostenlos durchgeführt, hieß es. Zwei Geschäftskunden haben laut MTI bisher den Wunsch geäußert, den Telefonbetreiber zu wechseln und ihre Telefonnummer mitzunehmen. Einer davon wolle mit seinen 100 Telefonanschlüssen den Wechsel am 22. Jänner vollziehen.

In Ungarn gibt es 3,6 Mio. Festnetzanschlüsse (Stand Ende November 2003), knapp 17 Prozent davon sind ISDN-Anschlüsse. (APA)

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