Microsoft gegen Mike Rowe

23. Jänner 2004, 13:05
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Bizarrer Rechtsstreit um mikerowesoft.com: Softwaregigant brachte seine Anwälte gegen 17-jährigen Schüler in Stellung

Zwischen einem kanadischen Teenager und dem US-Konzern Microsoft ist ein bizarrer Rechtsstreit entbrannt. Der Grund: Der 17-jährige Mike Rowe erweiterte seinen Namen in seiner Internet-Adresse um die Silbe "soft". Microsoft hält von dem Spaß nicht viel und wirft Rowe einen Verstoß gegen das Urheberrecht vor. Der Softwaregigant brachte seine Anwälte gegen den Schüler aus Victoria in British Columbia in Stellung, damit er seine Adresse www.mikerowesoft.com schleunigst ändere, wie die Zeitung "Vancouver Province" berichtete.

Zehn Dollar

Im August ließ Mike Rowe demnach seine Adresse registrieren, im November kam der Brief der kanadischen Microsoft-Anwälte. "Ich hätte nie gedacht, dass sie ihre hoch bezahlten Juristen gegen mich einsetzen würden", sagte er der Zeitung. Er verlangte von Microsoft für die Aufgabe seines Namens eine Entschädigung. Das daraufhin erfolgte Angebot über zehn Dollar schien ihm jedoch weit unter Wert, und er hängte drei Nullen an. "Ich bin allerdings nie davon ausgegangen, dass ich überhaupt etwas bekommen würde", erzählte er weiter.

Lösung im gegenseitigen Einvernehmen

Noch ist die Angelegenheit nicht ausgestanden. Mike Rowe sicherte sich mittlerweile selbst den juristischen Beistand eines Freundes, auch die Familie stehe im Streit mit Microsoft hinter ihm, beteuerte er. Ein Konzernsprecher teilte derweil mit, man habe die Hoffnung, eine Lösung im gegenseitigen Einvernehmen zu finden. Details über eine mögliche Entschädigungszahlung wollte er gleichwohl nicht nennen. (APA)

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