Lesehilfe für dicke Schwarte

23. Jänner 2004, 19:49
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James Joyce über 1000 Seiten starker Klassiker "Ulysses": Entschlüsselung in Rand- und Fußnoten

Frankfurt/Main - Mit der ersten kommentierten deutschen Ausgabe von James Joyces "Ulysses" will der Frankfurter Suhrkamp Verlag diesen Klassiker der Moderne für heutige Leser transparent machen. Die Rand- und Fußnoten entschlüsseln nicht nur Schauplätze, Personen und Anspielungen auf Bildungsgut, sondern sie erschließen auch den inneren Aufbau des 1922 erschienenen 1.100-Seiten-Romans. Die neue Ausgabe soll im Mai erscheinen, rechtzeitig zum 100. Jahrestag des "Bloomsday", jenem 16. Juni 1904, an dem "Ulysses" spielt.

"Bloomsday"

Der Roman bezieht sich im Titel wie auch in seiner Struktur auf Homers "Odyssee". Anders als das altgriechische Epos schildert Joyce aber keine zehnjährige Irrfahrt, sondern lediglich einen Tag im Leben des Dubliner Anzeigenverkäufers Leopold Bloom. Diesen Tag feiern Joyce-Verehrer alljährlich als "Bloomsday".

Der Text basiert auf der aus den 70er Jahren stammenden und seinerzeit hochgerühmten deutschen Übersetzung von Hans Wollschläger. Für den Kommentar zeichnet der Greifswalder Anglist Dirk Vanderbeke verantwortlich. Gleichzeitig will Suhrkamp einen Band des Joyce- Forschers Klaus Reichert herausbringen. (APA/dpa)

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