Jüngste Umfragen sehen Kerry bei US-Vorwahl in Iowa knapp vorne

20. Jänner 2004, 06:53
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Clark beginnt offiziellen Wahlkampf erst nächste Woche in New Hampshire

Des Moines - Zum Auftakt der Vorwahlen der Demokraten am Montag bahnt sich im US-Bundesstaat Iowa ein knappes Ergebnis an. Umfragen zufolge liegt Senator John Kerry unter den Präsidentenbewerbern leicht in Führung, aber der Sieg ist auch für die Kandidaten Howard Dean, Richard Gephardt und John Edwards in Reichweite. Wesley Clark steigt hingegen erst in den kommenden Tagen bei den Vorwahlen in New Hampshire ein.

Mindestens 100.000 Demokraten werden zu den rund 2.000 Treffen in den Wahlkreisen erwartet, die um 20.30 Uhr Ortszeit (01.30 Uhr MEZ am Dienstag) beginnen. Bei diesen so genannten Caucuses erklären die Anwesenden in einem basisdemokratischen Verfahren öffentlich, welchen Kandidaten sie als Herausforderer für US-Präsident George W. Bush bei der Präsidentenwahl im November unterstützen.

Die jüngste Umfrage im Auftrag von Reuters und MSNBC ergab für Iowa einen knappen Vorsprung für Kerry, der jedoch im Bereich der Fehlerquote liegt. Rund zehn Prozent der Befragten gaben an, noch unentschlossen zu sein. Ein Sieg in Iowa wäre ein wichtiger Schub für Kerry, der einen schwierigen Start in den Wahlkampf hatte.

Der frühere Gouverneur von Vermont, Dean, der landesweit in der Gunst der Demokraten vorne liegt, kam in der Iowa-Umfrage auf den zweiten Platz hinter Kerry, gefolgt von Gephardt und Edwards, den Senator aus North Carolina. Im Rennen in New Hampshire, wo in der kommenden Woche abgestimmt wird, ist Deans Führung Umfragen zufolge zusammengeschmolzen. Dort hat der frühere General Clark stark aufgeholt, der in Iowa keinen Wahlkampf gemacht hat.

Entscheidend für den Ausgang der Vorwahl in Iowa dürfte die Wahlbeteiligung sein. Tausende Freiwillige sind für die Kandidaten von Tür zu Tür gegangen, um Wähler dazu zu bewegen, die Versammlung in ihrem Wahlkreis aufzusuchen. Für Dean waren rund 3.000 Freiwillige von außerhalb des Bundesstaates unterwegs. Gephardt, Kongressabgeordneter aus dem benachbarten Missouri, hatte die Unterstützung von etwa 4.000 Gewerkschaftsmitgliedern. (APA/Reuters)

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