Wien-Fonds könnten weiter Freude machen

7. April 2004, 14:50
posten

Der anhaltend rasante Anstieg des ATX überrascht selbst Experten - Der Trend dürfte anhalten

Verschnaufpausen eingerechnet dürften aber die ständigen Zuflüsse der Zukunftsvorsorge, die Ostfantasie, steigende Liquidität und auch das Signal der KöSt-Senkung die Wiener Börse weiter antreiben.

***

Österreich-Aktienfonds reihen sich derzeit an die Performancespitze der 1909 heimischen Fondsprodukte. 2003 haben Fonds mit Anlageschwerpunkt Wiener Börse im Durchschnitt 35,7 Prozent gemacht, europäische Aktienfonds brachten im Durchschnitt dagegen nur knapp 21 Prozent, errechnet die Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften VÖIG, Der Leitindex ATX stieg heuer inzwischen auf ein neues Allzeithoch mit 1700 Punkten.

Österreich-Sieger im Fondsranking 2003 war der 3 Banken Österreich Fonds mit 44,5 Prozent, gefolgt vom ESPA Stock Vienna mit 42,3 Prozent und vom Capital Invest Austria Stock mit 35,9 Prozent, weist e-fundresearch aus. Dieses Flaggschiff des Marktes mit rund 180 Mio. Anlagevolumen hat in den vergangenen Jahren durchschnittlich je 7,9 Prozent gemacht - ein Lorbeer für den Manager Fritz Erhart.

Keine Euphorie, aber zweistelliges Plus

Die erfolgreichen Fondsmanager schüren zwar keine Euphorie - Alois Wögerbauer, Geschäftsführer von 3 Banken Invest Generali, erwartet aber auch heuer ein zweistelliges Plus im Gesamtmarkt.

Unisono wird der kontinuierliche Geldzufluss aus den Produkten der staatlich geförderten Zukunftsvorsorge, die ja zu 40 Prozent in Wiener Aktien veranlagen muss, genannt. Dazu kommen noch steigendes internationales Interesse an den Osteuropa-Aktivitäten der heimischen Börsenfirmen und eine quasi sich selbst nährende Spirale steigender Liquidität.

Positive Spirale

Mittlerweile scheint sich Wien aber auch in einer positiven psychologischen Spirale zu drehen, attestiert Fritz Erhart, der selbst vorsichtig ist und auch Rückschläge einkalkuliert. Die Senkung der Körperschaftssteuer von 34 auf 25 Prozent sei aber ein wichtiges Signal.

In den Analyseabteilungen der Banken wird derzeit gerechnet - denn der ATX hat die Prognosen ja schon übertroffen. 1800 Punkte werden ihm heuer verschiedentlich eingeräumt. (DER STANDARD, Printausgabe, 19.1.2004, kbau)

Share if you care.