SCO nimmt Europa ins Visier

27. Jänner 2004, 18:30
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Nun werden auch Linux-Lizenzen in Europa vergeben - Auch der Gang vor Gerichte soll nicht gescheut werden

Nach wie vor ist die Schlammschlacht zwischen SCO und IBM im vollen Gange, nun haben auch Anwender in Europa Grund zur Sorgen. Entgegen bisheriger Behauptungen hat nun SCO sein "Licensing Program" für Linux auf Europa ausgedehnt. So sollen für Server Lizenzkosten von 699 US-Dollar berappt werden, 199 US-Dollar müssen pro Desktop auf den Tisch gelegt werden.

Lizenzen

Bisher galten diese Linux-Lizenzen nur für die USA. Allerdings dürften bisher nur sehr weniger Unternehmen tatsächlich Lizenzen erworben haben, als Grund dafür gelten die sehr teuren Preise (Der Webstandard berichtete).

Gericht

Wie BBC berichtet will SCO zudem auch gegen zahlungsunwillige europäische Unternehmen vor Gericht vorgehen.

Laut SCO handelt es sich bei dem freien Betriebssystem Linux um ein "ein unautorisiertes Derivat von Unix" , dass gegen SCO-Urheberrechte verstoßen soll (Der Webstandard berichtete).

Der Unix und Linux-Hersteller SCO Group, ehemals Caldera, hat wie berichtet bisher den Computerriesen IBM wegen behaupteten Copyright-Verletzungen auf mehr als eine Milliarde US-Dollar verklagt. Konkret wird "Big Blue" vorgeworfen urheberrechtlich geschütztes Wissen über Unix zur Weiterentwicklung von Linux eingesetzt zu haben.(red)

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    montage: webstandard
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