Gruner+Jahr will sich von US-Chef trennen

23. Jänner 2004, 15:04
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"Spiegel": Auflagenzahlen nach oben frisiert

Der Hamburger Großverlag Gruner+Jahr will sich nach einem Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" von seinem US-Chef Daniel Brewster trennen. Die Auflösungsgespräche mit Brewster sollen in der kommenden Woche beginnen; der Konzern suche bereits fieberhaft einen Nachfolger, schreibt das Magazin. Der US-Chef habe neben einer juristischen Schlammschlacht mit der US-TV-Talkerin Rosie O'Donnell um das Magazin "Rosie" auch noch einräumen müssen, dass bei dem Magazin die Auflagenzahlen nach oben frisiert worden waren.

Damit setzt sich die Entlassungswelle im Topmanagement wichtiger Tochterfirmen des Bertelsmann-Konzerns fort, heißt es im "Spiegel". In dieser Woche hatten bereits der Deutschland-Chef des Plattenkonzerns BMG, Thomas Stein, sowie der Arista-Chef Antonio Reid ihre Posten verloren. Stein, der als Juror der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar" bekannt wurde, habe zwar den Umsatz um sieben Prozent auf rund eine Viertelmilliarde Euro gesteigert, aber nur eine Mini-Rendite von acht Millionen Euro erwirtschaftet. (APA/dpa)

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