Peking: Referendum ist "Gefährdung des Friedens"

21. Jänner 2004, 10:51
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Warnung an Taiwans Präsident Chen Shui-bian erneuert - China zur "Vernichtung aller separatistischen Aktivitäten bereit"

Peking - Drei Tage nach Konkretisierung der von Taiwan geplanten Volksabstimmung hat China das Referendum erneut scharf kritisiert. Die Abstimmung führe zu "erhöhten Spannungen und sogar einer Krise", schrieb die Zeitung "China Daily" am Montag. Das Referendum stelle faktisch eine Entscheidung über die Unabhängigkeit Taiwans dar, und Peking sei bereit, "alle separatistischen Aktivitäten zu vernichten".

Der taiwanesische Präsident Chen Shui Bian hat am Freitag angekündigt, die Bürger sollten am 20. März unter anderem darüber abstimmen, ob Taiwan seine Raketenabwehr verstärken soll, falls China sich weigert, seine auf die Insel gerichteten Raketen abzuziehen. Außerdem soll darüber entschieden werden, ob die Regierung Verhandlungen mit China zur Verbesserung der bilateralen Beziehungen aufnehmen soll.

Der Plan für die Volksabstimmung ist bereits mehrfach bei China, aber auch bei den USA auf Kritik gestoßen. Peking betrachtet Taiwan als Teil Chinas; Washington, der wichtigste Verbündete Taiwans, fürchtet vor allem wachsende Spannungen in der Region. (APA/AP)

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    Taiwans Präsident bei der Eröffnung seiner Referendums-Kampagne

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