Massenkarambolage auf der Tauernautobahn

18. Jänner 2004, 14:17
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Westen Österreichs versinkt in Schnee - Wartezeiten an den Grenzen

Salzburg - Zu einer Massenkarambolage kam es am Samstag auf der Tauernautobahn (A 10) in Salzburg gegen 13.00 Uhr im Einfahrtsbereich des Helbersbergtunnels bei Werfen in Fahrtrichtung Villach. Nach Angaben des ÖAMTC waren bei dem Auffahr-Unfall 18 Pkw betroffen. Laut Autobahngendarmerie wurde niemand verletzt, es sei allerdings zu Blechschäden gekommen.

Als mögliche Unfallursache wurde eine der Witterung nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit und der Flugschnee genannt, der sich auf der Fahrbahn im Bereich der Tunneleinfahrt befand. Außerdem hätten die Autofahrer den Sicherheitsabstand nicht eingehalten, vermutete die Gendarmerie. Beide Fahrbahnen in Richtung Villach blieben etwa zwölf Minuten lang gesperrt, ab 13.12 Uhr wurde ein Fahrstreifen wieder freigegeben. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Westen Österreichs versinkt in Schnee

Dichtes Gedränge herrschte heute, Samstag, auf Österreichs Straßen: Wie ARBÖ und ÖAMTC berichteten, blockierten Tausende von Skiurlaubern wichtige Transitstrecken. Vor zahlreichen Tunneln musste man auf Grund von Überlastung zu Blockabfertigung übergehen.

In Bregenz war der Pfändertunnel auf der A 14, Rheintalautobahn, das Nadelöhr zwischen vielen Skigebieten und der Heimat vieler Touristen. Auch vor dem alten Grenzposten Kiefersfelden mussten viele Urlauber mit Wartezeiten rechnen. "Zu der Hauptreisewelle mussten Urlauber drei Stunden bei der Mautstelle Sterzing auf der A13, Brennerautobahn, warten", so Stefan Sauer vom ARBÖ-Informationsdienst.

Zusätzlich machte der starke Schneefall den Verkehrsteilnehmern zu schaffen. Kettenpflicht für alle Fahrzeuge gab bei zahlreichen Passhöhen in den höheren Gebieten. So benötigte man vom Arlberg bis zum Katschberg Ketten. Zahlreiche hängen gebliebene Lkw verursachten Chaos und Staus.

In Wien sorgten Ferien- und Automesse am Messegelände für einen Besucheransturm. Kurz vor Mittag waren laut ARBÖ zahlreiche Straßenzüge um das Messegelände ausgelastet und verstopft. Staus gab es zurück bis zur A23, Südosttangente, und zum Praterstern. Der ARBÖ riet allen Besuchern, die öffentlichen Verkehrsmittel zu verwenden. "Das verhindert nicht nur Staus, sondern bringt auch eine enorme Zeitersparnis mit sich", meinte Sauer. (APA)

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