Lauberhorn-Abfahrt versank im Schnee

21. Jänner 2004, 14:08
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Neuerlich heftige Schneefälle machten ein Rennen in Wengen unmöglich - Garmisch-Partenkirchen als Ersatz im Gespräch

Wengen - Die Weltcup-Abfahrt der Herren am Lauberhorn in Wengen ist am Samstag wegen heftigen Schneefalls und Nebels abgesagt worden. Der Start des Traditionsrennens im Berner Oberland war am Morgen zunächst um eine Stunde auf 13:30 Uhr verschoben worden. Doch schon eine knappe halbe Stunde später erfolgte um 10:20 Uhr angesichts der unverändert schlechten Wetterlage die endgültige Stornierung, da die Organisatoren keine Chance mehr für eine fristgerechte Präparierung der Piste sahen.

Die starken Schneefälle hatten die Strecke vor allem im unteren Bereich, wo die Läufer mit teilweise über 130 km/h unterwegs sind, zu weich gemacht. Der Slalom soll aber wie vorgesehen am Sonntag stattfinden.

Angebot für Garmisch-Partenkirchen

Durch die Absage der Lauberhorn-Abfahrt hat sich die Terminnot im Ski-Weltcup der Herren weiter zugespitzt. Wie FIS-Renndirektor Günter Hujara mitteilte, soll das Rennen nun Garmisch-Partenkirchen angeboten werden. Demnach könnte die Abfahrt am 30. Jänner stattfinden.

Ungünstige Wetterprognosen

Bereits am Freitag war in Wengen die Ersatzabfahrt für das zunächst in Bormio ausgefallene und danach auch in Chamonix nicht ausgetragene Rennen den schlechten Witterungsbedingungen zum Opfer gefallen. Diese Abfahrt soll nun am kommenden Donnerstag in Kitzbühel nachgetragen werden. Allerdings sind auch für die Hahnenkamm-Rennen die Wetterprognosen nicht allzu günstig.

Die ÖSV-Läufer haben angesichts des für "Kitz" geplanten "Monsterprogramms" - zwei Abfahrten, ein Super G, Slalom und Kombination - keine Bedenken. "Es wäre schön, endlich wieder ein Rennen fahren zu können, und noch schöner, wenn dieses dann unter fairen Bedingungen stattfindet", meinten etwa Österreichs Ski-Stars Hermann Maier und Stephan Eberharter unisono. (APA)

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    Hermann Maier beim Verladen seines Gepäcks - "Wir hätten mindestens acht Stunden gebraucht, um die Piste in renntauglichen Zustand zu bringen", erklärte FIS-Direktor Hujara. "Der nasse Neuschnee klebte wie Kleister auf der Piste. Dadurch entstand Marmorschnee, der für die Athleten ein zu großes Verletzungsrisiko bedeutet hätte."

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