Stop-and-Go-Strafen werden seltener

30. Jänner 2004, 14:35
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FIA-Präsident Mosley bestätigte Regeländerung - Keine Zeitstrafe mehr in den Boxen nach Kollisionen - Entscheidung erst nach dem Rennen

London - In der Formel 1 wird es mit Beginn der kommenden WM-Saison seltener Stop-and-Go- oder Drive-Through-Strafen geben. Wie Max Mosley, der Präsident des Automobilweltverbandes FIA, am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters mitteilte, habe man sich bei einem Treffen der Teamchefs auf eine Änderung der Regeln geeinigt. "Wir werden den Fahrern beim ersten Rennen sagen, dass wir nicht mehr länger Drive-Through- oder Stop-and-Go-Strafen verhängen, wenn zwei Autos miteinander kollidiert sind, aber eines davon oder beide weiterfahren können", meinte Mosley. Stattdessen soll es nach dem Rennen eine Anhörung geben und dabei, je nach Schwere des Vorfalls, eine Strafe ausgesprochen werden, sagte der FIA-Chef.

Sperre ab drei Vorfällen möglich

Sollte so etwas dreimal in einer Saison vorkommen, könnten sich die Rennkommissare überlegen, den betreffenden Piloten für ein Rennen zu sperren, meinte Mosley. Die WM-Saison 2004 beginnt am 7. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne. McLaren-Mercedes-Pilot Juan Pablo Montoya beispielsweise büßte in der abgelaufenen Saison seine letzten Titelchancen ein, als er beim Großen Preis der USA in Indianapolis mit Ferrari-Pilot Rubens Barrichello kollidierte. Während Montoya weiterfahren konnte, war das Rennen für Barrichello gelaufen. Die Rennkommissare gaben dem Kolumbianer die Schuld und verhängten eine Drive-Through-Strafe, die Montoya entscheidend zurückwarf. (sid)

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    Das ewig lange Warten in der Boxengasse hat ein Ende.

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