Powell macht Druck auf Syrien

18. Jänner 2004, 09:55
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US-Außenminister: Assad sollte Gadaffis Beispiel folgen und alle Programme für Massenvernichtungs- Waffen aufgeben

London - Der syrische Präsident Bashar el Assad sollte nach Auffassung von US-Außenminister Colin Powell dem Beispiel Libyens folgen und alle Programme für Massenvernichtungswaffen aufgeben. Die USA hätten Syrien nicht der "Achse des Bösen" aus dem Iran, Nordkorea und dem Irak unter Ex-Präsident Saddam Hussein zugerechnet, sagte Powell am Freitag im britischen Fernsehsender "Sky News".

"Aber wir sind besorgt über einen Teil der Politik Syriens, der die Unterstützung terroristischer Aktivitäten und das betrifft, was sie mit Massenvernichtungswaffen tun könnten. Sie sollten dem Beispiel anderer Nationen in der Region folgen, insbesondere Libyens", sagte der Minister.

Libyen sei zu dem Schluss gelangt, dass es nichts durch die Entwicklung von Massenvernichtungswaffen gewinnt, außer der Verurteilung durch die gesamte Welt sowie politische und wirtschaftliche Isolierung, sagte Powell. Libyen hatte kurz vor Weihnachten angekündigt, keine Programme zur Herstellung von Massenvernichtungswaffen verfolgen zu wollen.

Syrien hat bisher den Besitz atomarer, biologischer und chemischer Waffen dementiert. Stattdessen beschuldigt das Land Israel, derartige Waffen zu haben, und macht für sich geltend, dass es sich verteidigen dürfe. Israel und Syrien haben nach dem Sechs-Tage-Krieg 1967 keinen Friedensvertrag geschlossen und streiten um die Rückgabe der syrischen Golan-Höhen, die Israel damals besetzt hatte. (APA/Reuters)

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    Colin Powell droht Syrien mit Konsequenzen, falls die Regierung in Damaskus ihren Einfluss im Nahen Osten nach dem Sturz des irakischen Regimes nicht "konstruktiv nutzt".

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