Sonntag: Herbst statt Walchhofer im Slalom

18. Jänner 2004, 10:55
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Technikcoach Ehn erwartet am Sonntag in Wengen Startnummern-Rennen - Pranger, Schönfelder und Raich im Kreis der Topfavoriten

Wengen - Reinfried Herbst hat sich mit seinen starken Europacupauftritten einen Platz im ÖSV-Slalom-Aufgebot erkämpft. Der Salzburger, vergangene Woche zweifacher Sieger in Todtnau, wird am Sonntag in Wengen (9:45 und 12:45 Uhr) seine Saisonpremiere geben. Sieganwärter sind aus ÖSV-Sicht aber andere, nicht zuletzt auf Grund ihrer niedrigen Startnummern zählt Technikcoach Gert Ehn das Trio Manfred Pranger, Rainer Schönfelder und Benjamin Raich zum breiten Kreis der Topfavoriten.

Herbst rückt statt Michael Walchhofer in die Mannschaft, der Abfahrts-Weltmeister wird sich stattdessen verstärkt auf das Kitzbühel-Wochenende vorbereiten. Der 25-Jährige, der in der Europacup-Gesamtwertung in Front liegt, bestreitet damit sein erstes Weltcup-Rennen seit 8. März 2003. Damals war Herbst im Slalom von Shigakogen im ersten Durchgang ausgeschieden. "Er hat sich hervorragend in Szene gesetzt", meinte Ehn zu den Europacup-Auftritten von Herbst.

Nach den starken Niederschlägen in der vergangenen Woche kommt in Wengen dem Zustand der Piste speziell hohe Bedeutung zu. Ehn und seine Schützlinge fiebern daher der Startnummernvergabe am späten Samstagnachmittag ganz besonders entgegen. Wie bereits in den vergangenen beiden Rennen, wo Kalle Palander in Flachau mit Nummer eins und Giorgio Rocca in Wengen mit Nummer fünf triumphierten.

Benni Raich, heißer Anwärter auf Platz eins im Gesamt-Weltcup, hat in Wengen bereits zwei Mal (1999, 2001) gewonnen und freut sich daher auf das Rennen. "Wengen zählt zu meinen Lieblingsplätzen. Hier gibt es ein ganz spezielles Flair. Der Hang ist schwierig, allerdings nicht mehr ganz zeitgemäß, weil es viele starke Richtungsänderungen gibt", meinte der Pitztaler, der für den ersten Sieg der ÖSV-Slalom-Herren seit 24. November 2002 sorgen soll.

Für Schönfelder und Co. gehen in Wengen die dicht gedrängten Slalom-Wochen weiter. Nach Flachau (4.1.), Chamonix (11.1.) und Wengen (18.1.) warten im Jänner außerdem noch die Klassiker in Kitzbühel (25.1.) und Schladming (27.1.). "Ein Highlight jagt das nächste. Jetzt muss man vorne dabei sein", weiß Ehn, dass die aktuelle Weltcup-Phase ganz besonders heiß ist. (APA)

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