Seiji Ozawa als Briefmarken-Model

22. Jänner 2004, 19:39
posten

600.000 Exemplare des neuen Postwertzeichens mit 1,- Euro Nennwert

Wien - Seiji Ozawa ist nicht irgendein Dirigent. Unter den Orchesterleitern der Gegenwart genießt der 68-jährige Musikdirektor der Wiener Staatsoper Sonderstatus. Mit einer Sondermarke ist er nun, so sieht es jedenfalls Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer, "der Unsterblichkeit etwas näher gerückt". 600.000 Exemplare des neuen Postwertzeichens mit 1,- Euro Nennwert bringt die Österreichische Post AG unters Volk. 400.000 davon gehen automatisch an die Abonnenten, wie Erich Haas, der Leiter der Philatelie-Abteilung der Post, bei der Präsentation Freitag Mittag im Schwindfoyer der Staatsoper erläuterte.

Staatsoperndirektor Ioan Holender bekannte, als Junge selbst ein großer Markensammler gewesen zu sein und zeigte sich vom zahlreichen Erscheinen musikinteressierter Philatelisten erfreut: "Es ist eine wunderbare Beschäftigung, wenngleich ein wenig aus der Mode gekommen." Holender betonte, welch "fantastische Werbung für das Haus" die Marke sei, und dass nach Marcel Prawy und Riccardo Muti innerhalb kurzer Zeit bereits die dritte der Staatsoper verbundene Persönlichkeit mit einer Sondermarke "geadelt" wurde. Springer freute sich über die Abkehr der Post AG von der einstigen Praxis, keine Lebenden auf den Sondermarken abzubilden. "Wir wollen die Marke mehr zu einem Spiegel der Zeit machen", bekräftigte Erich Haas.

Der Entwurf zu der im Rastertiefdruck ausgeführten Sondermarke, die Ozawa in drei typischen Dirigierposen zeigt, stammt von der Grafikerin Renate Gruber. 2005 soll es zum 50-Jahr-Jubiläum der Wiedereröffnung von Burgtheater und Staatsoper einen ganzen Sondermarken-Satz geben. (APA)

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