Demonstranten wollen Münchner Sicherheitskonferenz belagern

17. Jänner 2004, 23:56
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Bündnis linker Gruppen ruft zu Protesten gegen Konferenz für Sicherheitspolitik auf

München - Ein Bündnis linker Gruppen hat zu massiven Protesten gegen die 40. Münchner Konferenz für Sicherheitspolitik aufgerufen. Am 6. und 7. Februar würden mehrere tausend Demonstranten zu Kundgebungen gegen "das Treffen der Weltkriegselite" erwartet, teilte das Aktionsbündnis am Freitag in München mit. Mit einer geschlossenen Menschenkette wollten die Demonstranten den Tagungsort, den Bayerischen Hof, umzingeln, sagte Mitinitiator Claus Schreer.

Verteidigungsminister und Militärvertreter

Zu der Sicherheitskonferenz werden US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, der deutsche Verteidigungsminister Peter Struck sowie weitere Außen- und Verteidigungsminister und Militärvertreter aus aller Welt erwartet. Schreer sagte, Rumsfeld nehme auf der Weltrangliste der Kriegsverbrecher einen der Spitzenplätze ein. Und da Struck die Bundeswehr weltweit einsetzen wolle, seien keine großen Unterschiede zu erkennen.

Aufruf

Auf Flugblättern forderte das Bündnis: "Die Kriegsplaner dürfen nicht durchkommen!" Auf einem Plakat hieß es: "M - Eine Stadt sucht ihre Mörder". Zudem behauptete das Bündnis, bei der Sicherheitskonferenz würden "Kriegskoalitionen für völkerrechtswidrige Angriffskriege geschmiedet" und "die militärische Absicherung der globalen Ausbeutung und die Ausplünderung des Planeten" geplant. Der Aufruf wurde von Attac, DKP, PDS, sowie den Gewerkschaften ver.di und GEW unterzeichnet. (APA/AP)

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