Legendäre Whitney-Sammlung kommt bei Sotheby's unter den Hammer

23. Jänner 2004, 12:40
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Alleine Picassos "Knabe mit Pfeife" wird auf über 55 Millionen Euro geschätzt

New York - Ein auf mehr als 55,4 Millionen Euro geschätztes Picasso-Gemälde ist Teil derjenigen Werke, die die US-Familie Whitney bei Sotheby's in New York zur Versteigerung einbringt. Der "Knabe mit Pfeife" (1905) und andere Werke aus der legendären Sammlung kommen am 5. Mai unter den Hammer. Insgesamt versteigert die Philanthropen-Familie 44 Gemälde - darunter weiters Werke von Degas und Manet -, die auf einen Gesamtwert von 140 Mio. Dollar geschätzt werden.

Picasso malte den "Knaben mit Pfeife" 1905 im Alter von 24 Jahren. Das Gemälde der "rosa Periode" ist eines der wichtigsten vom Karriere-Beginn des Künstlers. Das Bild könnte den bisher teuersten Picasso - die "Frau mit verschränkten Armen", die am 9. November 2000 um 55 Mio. Dollar verkauft wurde - damit bei weitem übertreffen. Den bisher größten Auktionserlös erzielte Van Goghs "Porträt des Dr. Gachet", das am 15. Mai 1990 für 82,5 Mio. an einen japanischen Sammler versteigert wurde.

Auktion der Superlative

Weiters unter den Hammer kommen u. a. Manets "Rennen im Bois von Boulogne" (1872) mit einem Schätzpreis von 20 bis 30 Mio. Dollar und Degas "Vor dem Rennen", mit einem Schätzpreis von 5 bis 7 Mio. Dollar. Für Sotheby's-Chef Bill Ruprecht handelt es sich bei dem zur Versteigerung gelangenden Teil der Whitney-Sammlung um die "außergewöhnlichsten Gemälde-Lose, die Sotheby's jemals die Möglichkeit hatte zum Verkauf zu bringen".

Die Erlöse des Verkaufs gehen an die Greentree Foundation. Diese war 1982 von Betsey Hay Whitney nach dem Tod ihres Gatten John Hay Whitney gegründet worden. John Hay Whitney war Sportler, Finanzier, Diplomat und Eigentümer (1961 bis 1966) bzw. Präsident (1966 bis zu seinem Tod) der International Herald Tribune. (APA)

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