Werbung für Regenbogenparade in Belgrad

22. April 2004, 20:40
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Vor drei Jahren hatte sie ein blutiges Ende gefunden

Wien/Belgrad - Die erste Schwulen- und Lesben-Parade 2001 in Serbiens Hauptstadt Belgrad fand nach Angaben der damaligen OrganisatorInnen ein blutiges Ende - die Demonstrierenden wurden vom aufgewiegeltem Mob Krankenhaus reif geschlagen. Nun wird heuer zum zweiten Mal versucht, eine Parade auf die Beine zu stellen. Mitorganisatorin Anja Arnautovic ist zu diesem Zweck auf Infotour durch mehrere europäische Länder und gastierte am Donnerstag mit einer Dokumentation zu den Ereignissen vor drei Jahren in Wien.

Mit der Präsentation des Films und anschließender Diskussion warb sie um Spenden und Unterstützung. Ihr größtes Anliegen sei, Interessierte aus Westeuropa am 17. Juli zu begeistern. Dies sei wichtig, um den Lesben und Schwulen Serbiens die internationale Solidarität zu zeigen und um andererseits die Polizei zu zwingen, für den Schutz der Demonstrierenden zu sorgen.

Polizei überrascht

Vor drei Jahren hatten serbische Nationalistengruppen und Hooligans die TeilnehmerInnen der Parade attackiert und niedergeschlagen. Die von den Ausschreitungen überraschte Polizei stand der Situation unvorbereitet gegenüber und geriet selbst ins Blickfeld der Randalierer. So fanden sich auch zahlreiche Exekutivbeamte am Abend im Spital wieder.

Für die heurige Demonstration bemühe man sich nun, jede möglichen Vorkehrungen zu treffen. "Ich möchte euch nicht einladen, damit wir zusammen ins Krankenhaus gehen", versuchte die Aktivistin eine der Zuhörerinnen zu beruhigen. Man stehe in engem Kontakt mit der Polizei und würde "von Amnesty International und der deutschen Botschaft unterstützt, worauf wir sehr stolz sind", berichtete die Organisatorin.

Mit der Parade wolle man nicht nur für die Rechte der Homosexuellen demonstrieren, sondern auch für Menschenrechte in Serbien und Montenegro. "Es geht um das Recht, anders sein zu dürfen", stellte Arnautovic klar. (APA)

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Pride - Belgrad
(Seite noch im Aufbau)
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