Falsche WHO-Strategie im Kampf gegen Malaria?

21. Jänner 2004, 20:17
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Expertenteam: Die WHO wird ihr selbstgestecktes Ziel kaum erreichen - Resistenzen gegen billigere Medikamente

London/Nairobi - Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) unterstützt nach Ansicht von Wissenschaftern aus Kostengründen eine wenig wirkungsvolle Strategie gegen Malaria in Afrika. Daher werde die WHO ihr selbstgestecktes Ziel kaum erreichen, die Zahl der Malaria-Toten weltweit bis 2010 zu halbieren, schreibt ein Expertenteam in einem am Freitag veröffentlichten Beitrag für die Fachzeit "The Lancet" (Bd. 263, S. 237).

Die billigeren Medikamente seien mittlerweile weitgehend wirkungslos, da die Erreger resistent geworden seien. Eine Kombinationstherapie ist nach Angaben der Experten zehn Mal so teuer. "Wir sagen seit 2001, dass die Kombinationstherapie am besten geeignet ist, um Malaria zu behandeln", sagte ein WHO-Sprecher. Viele afrikanische Staaten hätten dennoch auf die veralteten Medikamente gesetzt, um Geld zu sparen. Die WHO entscheidet über die Anträge von Staaten auf finanzielle Hilfe des Globalen Fonds für Aids, Tuberkulose und Malaria. (APA/dpa)

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    Einem Expertenteam zufolge verfolgt die WHO im Kampf gegen Malaria eine falsche Strategie ... die Erreger seien inzwischen gegen die billigeren Medikamente resistent.

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