Autos bringen Geld in die "Vienna Region"

16. Jänner 2004, 22:38
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Es lebt sich gut vom Auto im Großraum Wien - "Automotiv Cluster" für Zulieferbetriebe soll weiter ausgebaut werden

Wien - Es lebt sich gut vom Auto im Großraum Wien: Im neuen Messzentrum im Wiener Prater begann am Donnerstag die erste Wiener Autoshow, der "Automotive Cluster Vienna Region" (ACVR) nützte die Gelegenheit Bilanz zu ziehen - naturgemäß eine positive.

Bereits rund 100 Unternehmen sind in dem Netzwerk aus Zuliefer-Firmen für die Autobranche vertreten. Der ACVR wurde vor zwei Jahren gegründet. Nach der Aufbauphase, die durch die Länder Wien und Niederösterreich finanziert wurde, wird der Cluster 2004 in ein Public-Private-Partnership-Modell übergeführt.

Wirtschaftsstandort Vienna

Laut dem niederösterreichischen Wirtschaftslandesrat Ernest Gabmann (VP) und Wiens Wirtschaftsstadtrat Sepp Rieder (SP) war die gemeinsame Initiative der beiden Bundesländer sehr erfolgreich. In einer gemeinsamen Pressekonferenz betonten sie neuerlich auf die wirtschaftliche Bedeutung der Branche für den Wirtschaftsstandort Vienna Region.

Demnach erwirtschaften 150 Unternehmen mit 50.000 Beschäftigten pro Jahr mehr als 7 Milliarden Euro Umsatz. "Dies entspricht rund 40 Prozent des automotiven Gesamtumsatzes in Österreich", hieß es.

Heimische Firmen bei ihren Aktivitäten zu unterstützen

Die Strategie sei es, heimische Firmen bei ihren Aktivitäten zu unterstützen - etwa bei internationalen Projekten. Geboten werden etwa Kontakte in die EU-Beitrittsländer. Gespräche gab es auch mit Unternehmen in China - das für die Wiener Auto-Zulieferer einen Hoffnungsmarkt darstellt.

Der ACVR ist als Dienstleister konzipiert, der eine Brückenfunktion zwischen Betrieben, politischen Entscheidungsträgern und Förderinstitutionen herstellen soll. Als namhafte Partner wurden am Donnerstag Firmen wie Siemens Österreich, Eybl International, Hirtenberger oder Becom (Burgenland) genannt. Opel investiert in den Ausbau seines Standortes 300 Millionen Euro.

2004 soll das Netzwerk weiter ausgebaut werden. Getragen wird der Cluster in Zukunft zum Teil auch von der Industrie selbst. Das bedeutet: Er wird für die Partnerunternehmen kostenpflichtig. Abhängig von der Unternehmensgröße wird der Jahresbeitrag 500 bis 1000 Euro betragen. (APA, DER STANDARD Printausgabe 16.1.2004)

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