Bombay: Symbolische Kriegserklärung an Bush

15. Jänner 2004, 19:06
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Aktivisten erklären vor Beginn des Weltsozialforums: Seine Politik "verursacht in ganzer Welt Verwüstung, militärisch wie ökonomisch"

Bombay - Vor Beginn des Weltsozialforums in Bombay haben die ersten angereisten Aktivisten US-Präsident George W. Bush symbolisch den Krieg erklärt. "Bush muss gestoppt werden. Die Politik seines Landes verursacht in der ganzen Welt Verwüstung, militärisch wie ökonomisch", sagte Chico Whitaker, der die ersten drei Auflagen des Sozialforums von 2001 bis 2003 im brasilianischen Porto Alegre leitete. Er und seine Mitstreiter kündigten an, auf der diesjährigen Tagung zahlreiche Beschlüsse Bushs anprangern zu wollen, etwa den Irak-Krieg und die Handelspolitik der US-Regierung.

Finanzierung des Forums bisher ungeklärt

Zu dem am Freitag beginnenden Weltsozialforum in der Millionenmetropole im Westen des indischen Subkontinents wurden mindestens 78.000 Menschen erwartet; die Veranstalter rechnen sogar mit mehr als 100.000 Teilnehmern. Ungeklärt war nach Angaben der Organisatoren weiter die Finanzierung des Forums. Bei Kosten von 2,4 Millionen Dollar (1,9 Millionen Euro) werde ein Defizit erwartet, hieß es. Ein Finanzierungsangebot der Ford-Stiftung, die für einen Teil des Forums im Vorjahr aufgekommen war, hatten die Veranstalter ausgeschlagen. (APA)

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