Einigung über billige Aidstests

15. Jänner 2004, 12:02
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Abkommen mit fünf Unternehmen über den Verkauf verbilligter Produkte für 16 Länder

New York - Der frühere US-Präsident Bill Clinton hat ein Abkommen mit fünf Unternehmen über den Verkauf verbilligter Aidstests an arme Länder erzielt. Wie Clinton am Mittwoch in New York mitteilte, werden damit die Preise für die Nachweisverfahren um bis zu 80 Prozent gesenkt. 16 Länder Afrikas und der Karibik sollen Zugang zu den billigeren Aidstests bekommen. Unter den Ländern sind Mosambik, Ruanda, Südafrika und Tansania, in denen allein ein Drittel der mit der Immunschwächekrankheit infizierten Afrikaner lebt.

Die Abmachung wurde von Clintons Stiftung gegen HIV und Aids mit den fünf Unternehmen Bayer Diagnostics, Beckman Coulter, BD, BioMerieux und Roche Diagnostics getroffen. Die Stiftung geht davon aus, dass nun bis 2008 etwa fünf Millionen Menschen zusätzlich Zugang zu billigen Tests haben werden. Im Oktober hatte die Stiftung Abkommen mit vier Pharmaunternehmen über den Verkauf preiswerter Aids-Medikamente an arme Länder erzielt.

5,3 Südafrikaner infiziert

In Südafrika haben die Vorbereitungen für den Aufbau des ersten Aids-Museums des Landes begonnen. Nach dem Willen seiner Organisatoren soll es auf dem Gelände von Afrikas größtem Krankenhaus, dem Baragwanath-Hospital in Soweto, entstehen. Die Historikerin Sue Krige vom Organisationskomitee hat bereits seit März 2003 gemeinsam mit Hilfsorganisationen und Medizinern mit dem Aufbau der Sammlung begonnen.

Neben Plakaten und Dokumenten rund um die gesellschaftlichen Auswirkungen des Virus gehören repräsentative Zeugnisse und Berichte von Betroffenen rund um die Welt dazu. Eine Art Wanderausstellung soll das Museumsprojekt begleiten. In Südafrika sind rund 5,3 Millionen Menschen mit dem Aids-Virus infiziert. (APA)

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