Eugenie Kain: "Atemnot" und "Hohe Wasser"

15. Jänner 2004, 10:58
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Mit einer Lesung der Linzer Autorin Eugenie Kain, Trägerin des Buch.Preises 2003 von AK und Brucknerhaus, eröffnet das Linzer AK-Bildungshaus Jägermayrhof am Donnerstag, dem 15. Jänner, um 20 Uhr eine Veranstaltungsreihe zu Frauenthemen. Kain liest aus ihrem preisgekrönten Roman "Atemnot" und aus dem noch unveröffentlichten Erzählband "Hohe Wasser". Musikalisch begleitet wird sie von Marcus Doneus auf der akustischen Gitarre.

Das Gesamtprogramm der Frauen-Reihe "Frauen an die Arbeit! Frauen auf die Bühne!", die bis in den März hinein dauert, wird am 21. Jänner in einer Pressekonferenz in Linz der Öffentlichkeit präsentiert.

Zur Autorin

Eugenie Kain wurde 1960 in Linz geboren, studierte Germanistik und Theaterwissenschaften in Wien und lebt heute als Autorin, Kulturjournalistin und Trainerin im Sozialbereich wieder in Linz. Sie schreibt seit 1976 Prosa. Bereits 1983 erhielt sie den "Max-von-der-Grün-Preis für Literatur zur Arbeitswelt", in dessen Nachfolge 1999 der Buch.Preis entstand.

Zum literarischen Werk

In Kains Roman "Atemnot" verarbeitet die Schriftstellerin Therese literarisch die Geschichte eines Mädchens, das sich vom Balkon eines Hochhauses stürzte, welches kurz vor dem Abriss steht und dessen BewohnerInnen umgesiedelt werden sollen. Der Wohnturm ist ebenso unschwer als Harter Plateau zu erkennen, wie die Stadt als Linz, dem die Autorin in genauen, detaillierten Beschreibungen ein Denkmal setzt.

Ebenso genau beschreibt Eugenie Kain die BewohnerInnen des Wohnturmes, ohne sie vorzuführen. Es sind Menschen, die weder in Armut leben, noch an der Wohlstandsgesellschaft teilnehmen, die allesamt trotz der Enge der Lebensumstände, die sie sich nicht ausgesucht haben, an ihren Träumen von Freiheit und Glück festhalten.

Der Buch.Preis.Träger 2002, Ferdinand Schmatz nannte "Atemnot" in seiner Laudatio ein "kleines, großes Meisterwerk", ein Buch "mit einer Sprache wie ein Messer", die "eine geradezu unbändige Lust" wecke, es zu verschlingen.

Die Geschichten des Bandes "Hohe Wasser" sind durch das unberechenbare Element des Wassers miteinander verbunden. Ziehend, rollend, überbordend, in einem bewegten Auf und Ab folgen die Erzählungen dem Rhythmus des Wellenganges. (red)

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