Weiterbildung für erfahrene Manager

28. April 2004, 13:52
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Die Bank Austria Creditanstalt fördert jetzt in Zusammenarbeit mit dem Weiterbildungszentrum der Wirtschaftsuniversität Wien Potenzialträger mit einem eigens zusammengestellten General Management Programm (GMP)

Mitarbeiter der mittleren und unteren Managementebene genießen in großen Unternehmen ausreichend Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln. Doch welche Ausbildungsmaßnahmen bleiben für die möglichen Nachfolger an der Spitze über?

Die Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) hat in Zusammenarbeit mit dem Weiterbildungszentrum der Wirtschaftsuniversität Wien für ihre viel versprechenden Potenzialträger eine einjährige Ausbildung entwickelt: das General Management Programm (GMP), ein Top-Management-Lehrgang, der sich an talentierte Führungskräfte, denen der baldige Sprung in eine leitende Funktion im Konzern zuzutrauen ist, wendet.

Mitte Oktober 2003 startete die erste Runde. Aus einem Pool von 40 hausinternen Bewerbern wurden nach einer unternehmensweiten Bedarfsanalyse 18 Kandidaten ausgewählt, die die berufsbegleitende modulare Ausbildung nun absolvieren. "Die aufgenommenen Teilnehmer haben alle die Fähigkeit und Bereitschaft, Verantwortung im Topmanagement zu übernehmen, sind engagiert und haben Interesse an branchenübergreifenden Lösungsansätzen", erklärt Reinhard Scherler, BA-CA-Verantwortlicher für Potenzialentwicklung und Qualitätsmanagement.

Vernetzte Mitarbeiter

Um die Mitarbeiter zu vernetzen, sei darauf geachtet worden, dass die Führungskräfte aus den verschiedensten Bereichen wie Vertrieb, Treasury, Leasing oder Personal kommen. "Zur Vielfalt der männlichen und weiblichen Teammitglieder aus Österreich tragen auch Expatriates, also Führungskräfte von Auslandstöchtern bei", erklärt Monika Goschler-Praxmarer, BA-CA-Abteilungsleiterin Human Resources Development.

Ziel des Lehrgangs ist es, nicht nur Talente zu fördern, sondern auch eine umfassende Methodenkompetenz in den Bereichen Strategisches Management, Marketing und Banking & Finance zu vermitteln. Erfolgsorientierte Kompetenzen wie Leadership und Organizational Behaviour stehen ebenso auf dem Lehrplan.

"Master Thesis" zum Abschluss

Um das GMP erfolgreich abzuschließen, müssen die Kandidaten eine lehrgangsübergreifende Projektarbeit ("Master Thesis") verfassen, die sie dann vor einem Gremium, bestehend aus der Führungsriege der Bank sowie der Lehrgangsleitung, präsentieren müssen. Der Bonus für die Bildungswilligen: Der Abschluss ist teilweise für MBA-Programme der WU Wien anrechenbar.

Den Absolventen, die im Oktober 2004 aus dem Programm hervorgehen werden, stehen innerhalb des Konzerns viele Türen offen: "Ausschreibungen für Vorstandspositionen und reguläre Bewerbungsverfahren soll es weiterhin geben", betont Reinhard Scherler, denn der Abschluss der Ausbildung alleine sei keine Garantie für den nächsten Karrieresprung.

Die nächste Runde des GMP wird für talentierte Führungskräfte der Bank Ende 2004 anlaufen. Geplant ist, mit CEE-Ländern (Central Eastern Europe) wie Polen und Tschechien zu kooperieren um die Topmanager noch besser auf internationale Einsätze vorzubereiten. "Wir dürfen die Führungskompetenz von CEE-Managern nicht unterschätzen - in Sachen Leistungsbereitschaft, Flexibilität und Mobilität sind sie uns voraus", so Goschler-Praxmarer. (Silvia Stefan, DER STANDARD, Printausgabe, 10./11.1.2004)

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