Im Drogeriemarkt die Bilder ausdrucken

28. Jänner 2004, 12:44
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Kodak erweitert Stationen um Drucker

Bei der nächsten Generation von Fotoannahmestationen in Handelsketten können digitale Bilder nicht nur ins Labor übertragen oder auf CD gebrannt werden. Kommende Kioskstationen von Kodak werden um einen Drucker erweitert, sodass die Bilder gleich vor Ort auf Fotopapier ausgedruckt werden können. "Die Leute wollen ein Papierbild möglichst schnell in Händen halten", sagt Christian Wimmer, Österreich-Geschäftsführer von Kodak.

Großlabors werden unwichtiger

Großlabors werden durch diese Entwicklung für den Massenmarkt unwichtiger, glaubt Wimmer. Diese würden sich deshalb verstärkt auf großformatige oder qualitativ hochwertigere Fotoentwicklungen spezialisieren. In Österreich wurden die ehemals fünf Kodak-Großlabors auf einen Standort in Wien/Auhof konzentriert.

Die ersten "Digital Camera Order Stations" sollen in Österreich im Laufe des heurigen Jahres aufgestellt werden. International gibt es mit Nokia eine Vereinbarung, wonach auch diese Stationen betreiben können.

Via Bluetooth oder Infrarot

Denn die Geräte sind auch auf Kamerahandys ausgerichtet: Via Bluetooth oder Infrarot eingelesen, können mindestens zwei Bilder auf das Standardformat 10 x 15 Zentimeter gedruckt werden - in passabler Qualität, wie sich DER STANDARD bei einem Lokalaugenschein versichern konnte. Wimmer erwartet, dass noch heuer Handykameras auf den Markt kommen, die aufgrund ihrer höheren Pixelanzahl auch einen einzigen Ausdruck auf 10 x 15 erlauben.

Da der Run auf die Digitalfotografie anhält, hat Kodak dieser Tage bekannt gegeben, den Verkauf von analogen Kodak-Kameras per Ende 2004 zu beenden; in Österreich wurden 35-mm-Kameras von Kodak schon seit Jahren nicht mehr verkauft. Filmmaterial und Service wird es aber weiter geben, versichert der Konzern. (ruz, DER STANDARD Printausgabe, 15. Jänner 2004)

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