"Ungeheuerliche" Wünsche von ORF-Betriebsratschef

21. Jänner 2004, 15:59
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Erste Halbzeit Lindners als ORF-Generalin endet zur Jahresmitte, Fiedler denkt schon über ihre Wiederwahl nach

Die erste Halbzeit Monika Lindners als ORF-Generalin endet zur Jahresmitte, da denkt Heinz Fiedler schon über ihre Wiederwahl nach. Der bürgerliche Zentralbetriebsratschef war 2001 ein Drahtzieher ihrer Bestellung.

Nun fordert Fiedler im "Kurier", die nächste Generalskür vorzuverlegen, damit sie nicht zusammenfällt mit der Nationalratswahl, rechnerisch und ohne Koalitionskrisen Ende November 2006.

Das neue ORF-Gesetz sagt klar, wie zu wählen ist, meint ORF-Administrator Wolfgang Buchner. Vom vorzeitigen Ende der Funktionsperiode sei nicht auszugehen. Also amtiert Lindner, dann 62, bis 31. Dezember 2006. Ab August 2006 könne gewählt werden, realistisch ab September.

"Unpassend, ungeheuerlich"

"Unpassend, ungeheuerlich" findet das Stiftungsratschef Klaus Pekarek, auch wie Fiedler einzelnen Direktoren schlechte "Zensuren erteilt". "Am besten, die VP-Mehrheit im Stiftungsrat wählt die Geschäftsführung gleich für alle Zeit", witzelt Grünen-Stiftungsrat Wolfgang Zinggl. Andere Räte sagen, die "Kurier"-Story sei doch nur Wahlinserat für Fiedler, der sich kommende Woche der Zentralbetriebsratswahl stellt.

Mit absoluter bürgerlicher Mehrheit kann er kaum rechnen, auch wenn in letzter Sekunde die neue Onlinedirektion noch zwei wahlberechtigte Betriebsräte kürte. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 15.1.2004)

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