Weibliche Subjektwerdung im Spätkapitalismus

14. Jänner 2004, 12:40
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Weibliche Subjektwerdung im Spätkapitalismus

Die Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist der immer wieder neu gestellte Klassiker der Frauenfrage. Hatten die 68er Frauen darauf versucht kollektiv durch den Aufbau von Kinderläden zu antworten, so wurde mit der Kampagne gegen den §218 und der Parole "Mein Bauch gehört mir" auf die individualisierte Variante gesetzt. Das hat zu einer spezifisch weiblichen Form der bürgerlichen Subjektwerdung geführt, und zwar zu einem Zeitpunkt, an dem selbst von der Idee der bürgerlichen Subjektivität im emphatischen Sinne nichts mehr übrig geblieben ist. Auf Grund dieser nicht hinterfragten Prämissen erwies sich die neue Frauenbewegung als Katalysator kapitalistischer Modernisierungsprozesse.

Andrea Trumann, Diplom-Pädagogin, Seminare und Artikel zum Thema Frauenbewegung, Berlin

Konzeption und Moderation: Heidi Niederkofler
(red)

Veranstaltung der FRAUENHETZ
Hetzgasse 42/1, 1030 Wien

Donnerstag, 15. Jänner 2004, 18.30
Reihe: Konstruktionen und Kritik der Historisierungen

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