EU-Parlamentspräsident wegen Charterflügen unter Druck

15. Jänner 2004, 09:26
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"Stern": Pat Cox hätte acht Mal Privatmaschinen gechartert

Hamburg - EU-Parlamentspräsident Pat Cox gerät nach einem Medienbericht wegen Charterflügen unter Druck. Der irische Politiker habe die Flüge wiederholt auf Kosten der Steuerzahler gemietet, obwohl es keine klare rechtliche Grundlage dafür gebe. Dies berichtete das Hamburger Magazin "Stern" (Donnerstagausgabe). Der Präsident habe 2003 fünf Mal und 2002 drei Mal Privatmaschinen genutzt.

Vor einem Monat habe Cox beantragen lassen, die Nutzung von Charterfliegern ausdrücklich zu erlauben und die Regeln damit nachträglich "der derzeit üblichen Praxis" anzupassen, hieß es weiter. Das dafür zuständige Parlamentsgremium habe diesen Vorschlag jedoch einstimmig abgelehnt. Cox wolle dennoch auch in Zukunft Flugzeuge chartern, wenn er es für nötig halte.

Anders sei es "praktisch unmöglich", von seinem Heimatflughafen im südirischen Cork entfernte Ziele in Osteuropa zu erreichen, sagte sein Sprecher dem Magazin. Der Präsident müsse sich nun auf ein parlamentarisches Nachspiel einstellen. Die grüne Europaabgeordnete und Haushaltsexpertin Heide Rühle sagte dem Bericht zufolge, diese "peinliche" Praxis müsse gestoppt werden. (APA)

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