Josefstadt-Direktoren: Von Max Reinhardt zu Hans Gratzer

14. Jänner 2004, 12:23
posten

Das Theater in der Josefstadt hat eine 213-jährige wechselvolle Geschichte

Wien - Das Theater in der Josefstadt kann auf eine 213-jährige Geschichte zurückblicken, in der es viele künstlerische Höhepunkte (als Theater von Nestroy und Raimund, als Opern-, Operetten- und auch Ballettbühne) gab, aber auch unzählige Wechsel der Direktoren nach den an allen Wiener Theatern regelmäßig wiederkehrenden Finanzdebakeln oder Querelen.

"Sträußel Saal"

1788 errichtete Karl Mayer, Schwiegersohn des Wirten "Bey den goldenen Straussen" in der Kaisergasse (heute: Josefstädter Straße) im Garten der Gastwirtschaft das erste Theatergebäude - heute die älteste noch bestehende ständig bespielte theatralische Institution auf Wiener Boden. 1822 leitete der bekannte Biedermeierarchitekt Josef Kornhäusl den Neubau des zu klein gewordenen Theaters, der mit Beethovens Ouvertüre "Die Weihe des Hauses" unter der Leitung des Komponisten eröffnet wurde. 1834 wurde der "Sträußel Saal" als Ballsaal eröffnet, in dem Johann Strauß Vater und Lanner regelmäßig zum Tanz aufspielten.

"Diener zweier Herren"

Von 1899 bis 1923 war Josef Jarno Direktor des Hauses. Mit Goldonis "Diener zweier Herren" begann am 1. April 1924 die Ära Max Reinhardt im Theater in der Josefstadt, der hier ein glänzendes Künstlerensemble u.a. mit der Familie Thimig, Gustaf Gründgens oder Hans Moser versammelte. Kodirektoren bis zu Reinhardts Emigration 1938 waren Emil Geyer (1926-1933), Otto Preminger (1933/34) und Ernst Lothar (1935-1938). (APA)

Share if you care.