Kodak verkauft keine analogen Kameras mehr

14. Jänner 2004, 15:39
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In Europa, Kanada und den USA gibt es neben Digital-Kameras nur mehr Wegwerf-Geräte

Der US-Filmhersteller Eastman Kodak Company wird sich aus der Herstellung und dem Vertrieb analoger Kameras zurückziehen. Nach Aussagen des Konzerns wird Ende dieses Jahres der Verkauf von APS-Modellen weltweit eingestellt. 35-mm-Geräte können nur noch in Entwicklungsländern erworben werden. APS- und 35-mm-Filme sollen jedoch weiterhin hergestellt werden.

Digital orientierten Strategie

Der fast komplette Ausstieg Kodaks aus dem Bereich der analogen Kameras erfolgte gemäß der mehr digital orientierten Strategie des Unternehmens, die im September des vergangenen Jahres vorgestellt wurde. So will das Unternehmen zwar die Produktion von APS-Kameras weltweit einstellen, 35-mm-Geräte sollen aber aufgrund der großen Nachfrage vor allem in China, Indien, Osteuropa und Lateinamerika weiterhin hergestellt und verkauft werden. Hier plant Kodak in diesem Jahr sogar die Einführung von sechs neuen Geräten.

"Wir verstärken und erweitern unser Engagement im Bereich der 35-mm-Filme und -Kameras auf den Märkten der Entwicklungsländer", sagte Kodaks Vizepräsident Bernard Masson. "Die 35-mm-Filmindustrie wächst in diesen Ländern kontinuierlich doppelt so schnell wie die digitale", begründete Masson Kodaks Engagement. Der Filmhersteller will nach eigenen Angaben auch über das Jahr 2004 hinaus mit den Händlern zusammenarbeiten, die noch Restbestände von APS-Kameras an ihre Kunden verkaufen. (pte)

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