Große Chrysler-Rückrufaktion wegen Automatik-Schaltung

21. Jänner 2004, 13:19
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2,7 Millionen Autos der Modelljahre 1993 bis 1999 betroffen

Detroit - Der zum deutschen DaimlerChrysler-Konzern gehörende US-Autohersteller Chrysler muss 2,7 Millionen Autos in die Werkstätten zurückrufen, weil Fahrzeuge mit Automatik-Schaltung auch in "Park"-Stellung losrollen können. Wenn der Automatik-Schalthebel mit "übergroßer Kraftanstrengung" gezogen werde, könne das Fahrzeug auch bei abgezogenem Zündschlüssel in Bewegung gesetzt werden, sagte eine Chrysler-Sprecherin am Dienstagabend (Ortszeit).

Auf das Problem seien Berichten zufolge bis zu 127 Unfälle zurückzuführen, bei denen 17 Menschen verletzt worden seien, sagte sie. Ein Besitzer eines Gebrauchtwagens sei sogar zu Tode gekommen. Nun solle die Sperre in der Schaltkulisse verstärkt werden. Zu den Kosten äußerte sich Chrysler nicht.

Qualitätsmängel

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde hatte den Fehler seit Juli 2003 unter die Lupe genommen. Betroffen seien die Modelle Dodge Stratus, Chrysler Cirrus und Plymouth Breeze aus den Jahren 1995 bis 1999, das Sebring Cabrio (1996 bis 1999) sowie die von 1993 bis 1999 gebauten Chrysler-Modelle 300M, Concorde und LHS sowie der Dodge Intrepid und Eagle Vision, teilte das Unternehmen mit.

Chrysler litt in den vergangenen Jahren heftig unter Qualitätsmängeln, die dem Autobauer einen schlechten Ruf bei den Autokäufern in Nordamerika eingebracht haben. Chrysler-Chef Dieter Zetsche hatte sich die Verbesserung der Qualität bei neuen Modellen als eines seiner wichtigsten Ziele auf die Fahnen geschrieben. Auch für den neuen, im November eingeführten Dodge Durango musste die DaimlerChrysler-Tochter am Dienstag bereits den zweiten Rückruf starten. Bei 21.000 Autos mit 3,7- und 4,7-Liter-Motoren kann ein Kabel Wasser ziehen, das deshalb bei Kälte einfriert.(APA/Reuters)

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