Fußgänger unterwegs

16. Jänner 2004, 22:47
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Eine Ausstellung beim Rathaus über altbekannte Fußgängerleiden - Beobachtungen und Vorschläge zum urbanen Fußgängertum

Fußgänger sind überall. Aber sie haben keine Lobby. Und werden daher - planerisch wie politisch - oft übersehen. Um dies aufzuzeigen (und vielleicht sogar zu ändern), lud die Wiener Planungswerkstatt am Montag zur Eröffnung der Ausstellung "Zu Fuß in Wien". Gezeigt werden Beobachtungen und Vorschläge zum urbanen Fußgängertum. In drei Kategorien wurden auch Preise verliehen.

Planungsstadtrat Rudolf Schicker (SP) erläuterte, dass zwei Drittel aller städtischen Wege per pedes, mit den Öffis oder per Fahrrad zurückgelegt werden. Der Verkehrsplan 2003 trüge dem, so Schicker verstärkt Rechnung: 2020 sollen schon 75 Prozent der Wege Kfz-los absolviert werden.

Ob Fotos, Collagen und die Beschwörung des "Umweltverbundverkehrs" (Schicker) Missstände nach Jahrzehnten autofixierter Verkehrspolitik ändern, ist nicht abzusehen. In der Ausstellung werden seit Jahren gebetsmühlenartig vorgetragene Anliegen thematisiert: Zu wenig Platz für Fußgeher, Sicherheitsmängel, fehlende Zebrastreifen erzwingen Umwege, und zu kurze Grünphasen machen aus Gehern Sprinter. (lev/DER STANDARD; Printausgabe, 14.1.2004)

Planungswerkstatt am Friedrich- Schmidt-Platz 9, 1010 Wien
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