Ilgenfritz geht, Gerücht um Reichhold

14. Jänner 2004, 18:27
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Nicht einmal eine Woche lang hielt es Wolfgang Ilgenfritz auf der FPÖ-Liste für die Kärntner Landtagswahlen.

Dabei wäre sein Einzug den Landtag gesichert gewesen. Am Dienstag gab der bisherige EU-Parlamentarier seinen totalen Rückzug in die Privatwirtschaft bekannt. Einen gewissen Frust über so manche Untiefen der Politik will Ilgenfritz dabei gar nicht verhehlen.

Dass womöglich nicht ganz lupenreine Spesenabrechnungen des EU-Mandatars mit im Spiel gewesen sein könnten, verneint er. „Das Kapitel Politik ist für mich abgeschlossen“, meinte der Villacher, der sich ab sofort wieder um seine Steuerberatungskanzlei kümmern will. Wer ihm nachfolgen soll, ist noch nicht geklärt.

Mathias Reichhold dagegen, glückloser FP-Kurzzeit-Obmann, Biobauer und derzeit Manager bei Frank Stronachs Magna-Konzern, soll es wieder in den Schoß der FPÖ zurückziehen. Ein ausführliches Gespräch mit Jörg Haider habe es darüber auch schon gegeben, wollen die Auguren wissen. Und dies nicht nur am Rande einer Faschingssitzung unweit von Reichholds Anwesen. Dabei soll sich dessen Interesse vor allem auf eine mögliche EU-Kandidatur richten. Erfahrung in diesem Job hätte er ja schon. Haider schließt eine politische Heimkehr Reichholds gegenüber dem Standard nicht aus: „Warum nicht, wir sammeln jetzt einmal alle Bewerbungen.“

Haider selbst will für eine EU-Kandidatur – entgegen Medienberichten, die bereits über Szenarien nach seinem Wahlabsturz spekulieren – nicht zur Verfügung stehen: „Als Kärntner Landeshauptmann wäre das wohl nicht kompatibel.“ (stein/DER STANDARD, Printausgabe, 14.1.2004)

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    Wolfgang Ilgenfritz

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    Mat(t)hias Reichhold

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