Sat.1-Österreich bleibt ohne Nachrichten

21. Jänner 2004, 16:01
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Vorstandsmitglied Jürgen Doetz im STANDARD-Gespräch: "Wir sehen keinerlei Notwendigkeit, etwas zu ändern"

Im Gegensatz zu Pro Sieben denkt Sat.1 nicht daran, heuer in Österreich mit einer Nachrichtensendung zu starten. "Für uns steht in der Sat.1-Österreich, und damit meine ich alle drei Gesellschafter, die Einführung von Nachrichten 2004 überhaupt nicht auf der Agenda. Bei uns funktionieren die Werbefenster gut. Wir sehen keinerlei Notwendigkeit, etwas zu ändern", sagte Sat.1- Vorstandsmitglied Jürgen Doetz im STANDARD-Gespräch.

Bei Pro Sieben, dessen Österreich-Nachrichten am 26. Jänner starten, gehe es darum, "den Markt stärker für Österreichzu erschließen und darum ein eigenes Programm zu verankern". Dennoch sei, fügt Doetz hinzu, "die Programmentwicklung bei Pro Sieben innerhalb unserer Firmengruppe von Bedeutung".

Eine weiter reichende Kooperation innerhalb der Muttergesellschaft, zu der Pro Sieben, Sat.1 und Kabel 1 gehören, sei möglich, so Doetz. "Es gibt immer wieder eine Diskussion: Bleibt Sat.1 Österreich stand alone neben den anderen ProSiebenSat.1-Beteiligungen? Gibt es stärkere Kooperationsmöglichkeiten oder gesellschafterrechtliche Verknüpfungen?" Dies werde derzeit diskutiert. "Man kann ja immer über noch bessere Lösungen nachdenken, und in dem Prozess sind wir."

Keinen Korrekturbedarf, so Doetz, gibt es jedoch bei der Partnerwahl außerhalb der Pro SiebenSat.1-Gruppe. "Mir ist kein Gesellschafter bekannt, der Anlass oder einen Grund hätte, dieses Schmuckkästchen zu verlassen." Sat.1-Österreich gehört je zu einem Drittel der Styria Medien AG, Raiffeisen und Sat.1.

Eine Änderung wird es auf jeden Fall an der Spitze von Sat.1-Österreich geben. Derzeit ist man auf der Suche nach einer neuen Geschäftsführung, da Petra Hauser Sat.1-Österreich Ende dieses Monats verlässt. (Alexandra Föderl-Schmid/DER STANDARD, Printausgabe vom 14.1.2004)

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    Jürgen Doetz

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