Davos: WEF diskutiert über Nahen Osten und Irak

15. Jänner 2004, 19:06
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Wunden im transatlantische Bündnis, die "durch den Irak-Krieg geschlagen" wurden, sollen geschlossen werden

Davos - Am World Economic Forum (WEF) in Davos werden der Nahe Osten und der Wiederaufbau Iraks zu wichtigen Themen. Beim Thema Nahost werden Israels Außenminister Silvan Shalom und Vize-Premier Ehud Olmert auf den palästinensischen Außenminister Nabil Shaath treffen.

Auch Vertreter des privaten Friedensplans, der Genfer Initiative, sind in während des WEF (21. bis 25. Jänner) in Davos. Mit der Schweizer Außenministerin Micheline Calmy-Rey ist eine weitere Fürsprecherin der Initiative anwesend.

Die WEF-Organisatoren geben sich gegenüber der Genfer Initiative jedoch zurückhaltend: Man wolle keine der Friedensinitiativen favorisieren, sagte WEF-Führungsmitglied Frederic Sicre am Dienstag gegenüber der Schweizer Nachrichtenagentur sda. Und WEF-Präsident Klaus Schwab fügte hinzu: "Schauen wir erst, was es bringt."

Transatlantische Wunden

Über das Thema Irak werden in Davos unter anderen der US-Zivilverwalter in Irak, Paul Bremer, und Adnan Pachachi vom irakischen Regierungsrat diskutieren. Washington schickt US-Justizminister Paul Ashcroft, Großbritannien Außenminister Jack Straw.

Auch die Gegner des Irak-Krieges sind in Davos, so der französische Außenminister Dominique de Villepin. Das WEF wolle mithelfen, die Wunden, die der Irak-Krieg in das transatlantische Bündnis geschlagen habe, wieder zu heilen, erklärte WEF-Präsident Schwab. (APA/sda)

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