Deutscher Halbleitermarkt leidet unter Euro-Kurs

22. Jänner 2004, 12:09
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Wachstum dennoch solide

Der Umsatz mit Halbleitern hat in Deutschland 2003 um acht Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Damit wurde die Prognose vom Anfang des Jahres verfehlt, die von einem höheren Umsatz ausgegangen war. Schuld daran sind die Wechselkurse, teilte der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) am Dienstag mit.

Der besonders in der letzten Zeit auf immer neue Rekordtiefs gefallene Dollarkurs habe die in Euro gemessenen Wachstumszahlen deutlich gedämpft und hinter die Vorhersagen zurückfallen lassen, schreibt der ZVEI. Dadurch habe sich kumuliert ein Effekt von etwa 20 Prozent ergeben. Um diesen Anteil sei das Wachstum in Euro alleine durch Währungseffekte vermindert worden.

Insgesamt ist nach den Erhebungen der Aufschwung dennoch solide. So ist der Umsatz im Dezember bei stark gestiegenem Auftragseingang um zehn Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gelegen. Die Book-to-Bill-Ratio, ein Indikator, der das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz beschreibt, hat im Dezember mit einem großen Sprung die Marke von 1,0 überschritten und 1,11 erreicht. Dieser Wert sei zuletzt im September des Jahres 2000 erreicht worden. (pte)

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