British Airways gibt Ablehnung von Sky Marshals auf

14. Jänner 2004, 18:09
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Chef kann sich bewaffnete Flugbegleiter unter bestimmten Umständen für an Bord vorstellen - Genaue Kriterien gefordert

London - Die Fluggesellschaft British Airways (BA) hat ihre grundsätzliche Ablehnung von bewaffneten Flugbegleitern an Bord ihrer Maschinen aufgegeben. Unter bestimmten Umständen sei die BA bereit, so genannte Sky Marshals zu akzeptieren, schrieb BA-Chef Ron Eddington am Dienstag in einem Beitrag für die "Financial Times". Im zur Zeit vorherrschenden Klima der Angst könne ein bewaffneter Polizist bei bestimmten Flügen durchaus die Luftfahrt sichern helfen. Für das Tragen von Waffen an Bord einer BA-Maschine müsse es genau definierte Kriterien geben. Welche Kriterien, schrieb er nicht.

Eddington kritisierte in dem Artikel gleichzeitig die "überflüssige Bürokratie" bei den von den USA angeordneten Sicherheitsüberprüfungen einiger BA-Flüge. Ein BA-Flug von London nach Washington musste Anfang des Monats deshalb zwei Mal gestrichen und mehrmals verschoben werden. Grund für die Verspätungen sei zumindest in Teilen die Tatsache, dass 22 verschiedene Institutionen sich verpflichtet gefühlt hätten, die Passagierliste zu überprüfen. Die BA arbeite mit der US-Regierung zusammen, um dies in Zukunft zu beschleunigen, ohne Abstriche bei der Sicherheit zu machen.

Eddington fügte an, dass die derzeitige Situation zwischen echter Besorgnis und Unwirklichkeit schwanke. So hätten im Oktober 2002 zwei Kampfbomber einen Flug von Baltimore begleiten müssen, weil Passagiere an Bord in Panik geraten seien. Sie hatten ein Gespräch zweier Männer belauscht, das von einer sechsmonatigen Planung handelte. Zum Schluss hätten sie gesagt: "Lass es uns jetzt tun!" Es habe sich um ein Familientreffen mit einer verschollenen Tante gehandelt. (APA)

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