Sicherheitsloch in Napster - IP-Adressen sichtbar

27. Jänner 2000, 15:17

Dadurch könnten User des beliebten Programms zum Tausch von MP3-Musik wegen Copyright-Verletzungen verfolgt werden

Napster ist ein Programm mit dem User ihre MP3-Dateien via Internet tauschen können. In den Schlagzeilen war es in letzter Zeit vor allem weil die Plattenindustrie das Programm heftig kritisiert, weil es Raubkopien fördere.

User von Napster sind nicht so anonym wie sie denken. Das Programm ermöglicht es, die IP-Adressen der User herauszufinden, durch die ihre Computer identifizierbar sind. Das könnte es der Plattenindustrie ermöglichen, Copyright-Verletzungen zu verfolgen.

"Napster hat ein Problem", sagt Sicherheits-Berater Richard Smith, "Es ist ernst - sie setzen ihre Anwender einem gesetzlichen Risiko aus." Napster gestand das Problem ein, hält es aber für unwichtig. Möglicherweise, so die Firma, könnten Hacker die IP-Adresse herausfinden, die beim Übertragen von User zu User mitübermittelt wird.

Problematisch wäre es allerdings für die User allerdings, wenn ein Gericht die IP-Adressen als Beweismaterial verwendet. Inzwischen arbeitet Napster daran, die IP-Adressen versteckt zu übertragen. (ars)

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