Mordalarm nach Leichenfund beim Kraftwerk Freudenau

14. Jänner 2004, 14:32
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Unfall oder Selbstmord nicht ausgeschlossen - Männliche Leiche hatte Wäscheleine und Drahtstück um den Körper geschlungen

Der erste Mordalarm im Jahr 2004 in Wien hat die Kriminalpolizei an die Donau geführt: Beim Kraftwerk Freudenau hat ein KW-Angestellter am Dienstag eine Wasserleiche entdeckt. Der Tote, der vermutlich schon mehrere Wochen im Fluss lag, wurde von der Feuerwehr geborgen und in die Gerichtsmedizin gebracht. Die Ermittler schlossen zunächst weder Fremdverschulden noch einen Unfall oder Selbstmord aus.

Nach Angaben von Dr. Gerald Höbarth von der Kriminaldirektion (KD) 1 hatte der mit einer grauen Jogginghose und einem dunkelgrauen Rollkragenpullover, einer Strickweste und Wanderschuhen bekleidete Leichnam eine Art Wäscheleine einmal um die Körpermitte geschlungen. An seinem Gürtel war zudem ein rund 30 Zentimeter langes Stück Draht befestigt. Dies könnte zur Befestigung eines Gegenstandes gedient haben, um die Leiche im Wasser zu versenken.

40 bis 60 Jahre alter Mann

Das Ergebnis der Obduktion wird vermutlich am Mittwoch vorliegen. Ursprüngliche Angaben der Polizei, wonach der Tote an Händen und Füßen gefesselt war, stellten sich als falsch heraus.

Da sich der Tote lange Zeit im Wasser befunden hat, war es zunächst nicht möglich, sein Alter abzuschätzen. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann 40 bis 60 Jahre alt war. Papiere wurden nicht gefunden. Der schlechte Zustand der Leiche macht die Identifizierung, etwa einen Vergleich der Fingerabdrücke, schwierig. Der Aufmachung des Toten nach zu schließen könnte es sich, mutmaßten die Ermittler, etwa um einen Wanderer oder einen Unterstandslosen handeln. (APA)

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