Venus, Mond und Mars im Blickfeld

13. Jänner 2004, 14:54
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Amelia Earhart Fellowship Award ehrt Leistungen von Stuttgarter Wissenschafterinnen

Wissenschaft im Bereich der Luft- und Raumfahrttechnik ist auch heute noch vorwiegend Männersache. Aber die Zahl der Studentinnen steigt: an der Universität Stuttgart haben in den letzten Jahren zwischen 30 und 50 junge Frauen diesen Studiengang aufgenommen.

ZONTA International, ein weltweiter Zusammenschluss berufstätiger Frauen, verleiht seit geraumer Zeit den Amelia Earhart Fellowship Award an junge Wissenschaftlerinnen, die wie Amelia Earhart Pionierleistungen der Luft- und Raumfahrttechnik erbracht haben. Der Preis trägt den Namen der ersten Luftfahrtpionierin und ausgebildeten Pilotin Amelia Earhart, die 1932 als erste Frau im Alleinflug den Atlantik überquerte. Mit dem Förderpreis will ZONTA International junge Frauen ermuntern, ihren eigenen Weg zu gehen und ihre beruflichen Interessen und Fähigkeiten auch und gerade in von Männern dominierten Berufszweigen zum Wohle der Allgemeinheit einzubringen.

Dotiert mit 6.000 US-Dollar

Erste Preisträgerin des Amelia Earhart Fellowship Award in Stuttgart war im Jahr 1979 Professor Dr.-Ing. Monika Auweter-Kurtz vom Institut für Raumfahrtsysteme der Universität Stuttgart. Seither haben elf weitere Wissenschaftlerinnen, die an der Universität Stuttgart entweder studiert oder promoviert haben oder noch an ihrer Dissertation arbeiten, diese mit 6.000 US-Dollar dotierte Auszeichnung erhalten. Auch in diesem Jahr werden mit den Diplom-Ingenieurinnen Pia Endlich und Nataliya Semenova erneut Wissenschaftlerinnen der Universität Stuttgart ausgezeichnet.

Pia Endlich

Pia Endlich hat an der Universität Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik studiert und beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit der Simulation der Eintrittsbedingungen von interplanetaren Sonden in die Atmosphären von Mars und Venus. Damit hat sie einen wesentlichen Beitrag dafür geleistet, dass Sonden künftig besser optimiert werden können. Nataliya Semenova ist Meteorologin und beschäftigt sich in einem Team aus Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen damit, die Lebensdauer von Triebwerken zu erhöhen, damit diese für sehr lange Zeiten auf Kommunikationssatelliten und für interplanetare Raumsonden eingesetzt werden können. Die beiden Wissenschaftlerinnen tragen mit ihrer Arbeit am Uni-Institut für Raumfahrtsysteme dazu bei, dass immer mehr Frauen sich für einen Beruf entscheiden, der sie Mond, Mars und Venus näher bringen kann.

Die Preisverleihung findet am Freitag, den 16. Januar 2004 um 18.30 Uhr in Stuttgart im Hotel Royal (Sophienstraße 35) statt.

Weitere Informationen zu den Preisträgerinnen und zum ZONTA Club Stuttgart. (red)

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